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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Der Schlangenstein

Der Schlangenstein

Adolf Stahr

Viele Legenden ranken sich um den einmaligen Schlangenstein im Ilmpark zu Weimar, nahe des Borkenhäuschens. Nachdem der originale Stein von Martin Gottlieb Klauer im Auftrag des Herzogs Carl August zu Ehren Goethes 1787 aufgestellt wurde, kursierten viele Legenden darüber, aus welchem Grund dieses Denkmal mit der großen Schlange an dieser Stelle steht. Die Sage von Weimar weiß zu berichten:

Carolin Eberhardt


Der Schlangensteinberhalb der von der Ilm umflossenen Glockenwiese, wo der untere und obere Park zusammenstoßen, steht ein Denkmal, das dem Schutzgeiste des Ortes („Genio huius loci“) gewidmet ist. Es besteht aus einem antiken Säulenstumpf in Altarform, um den sich eine gewaltige Schlange nach den obenauf liegenden Opferbroten hinwindet. In früheren Zeiten, so lautet die Volkssage darüber, war dieser Teil des Ilmufers, die sogenannte „Kalte Küche“, ein höchst unheimlicher Ort, der durch allerlei giftiges Gewürm unsicher gemacht wurde. Niemand betrat gern diese Gegend, und wer dazu gezwungen war, malte sich zum Schutz gegen Geisterspuk und Drachenbrut vorher drei Kreuze auf die Schuhsohlen. Als aber dort der liebliche Park angelegt wurde, seien die alten Schrecken des Ortes verschwunden und man habe zum Symbol der nunmehrigen Sicherheit den Altar mit der Schlange dort aufgerichtete. Nach anderer Erzählung soll eine große giftige Schlange in dieser Gegend gehaust haben, und es sei lange nicht gelungen, des schädlichen Tieres habhaft zu werden. Endlich habe ein Bäcker den klugen Gedanken gehabt, große vergiftete Kuchen in der Nähe der Schlangenhöhle auf einen Felsblock zu legen. Der Erfolg sei nicht ausgeblieben. Die lüsterne Schlange fraß sich das Verderben an den Giftkuchen, und zum Gedächtnis dieses Ereignisses wurde das Bild in Stein gehauen und aufgestellt.




*****

Bilderquellen:

De Angrboda (in da Middn) und ia Bruad: de Midgardschlanga, de Hel und da Fenrir. (Emil Doepler, 1905) via Wikimedia Commons Gemeinfrei; Wald bei Nacht und Nebel, 2018, Urheber. DarkWorkX via pixabay CCO; neu bearbeitet von Carolin Eberhardt.


Textquellen:

Stahr, Adolf: Weimar und Jena, Erster Band, 1852, S.15; Francke,August Hermann: Weimar und Umgebung, 1891; erzählt von Carolin Eberhardt.

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