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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Adam-Mickiewicz-Denkmal

Adam-Mickiewicz-Denkmal

Andreas Michael Werner

Der polnische Goethe

Das Denkmal des polnischen Dichters Adam Bernard Mickiewicz befindet sich zwischen der nordwestlichen Schlossecke und der Kegelbrücke, im Park an der Ilm. Das Denkmal wurde im Jahre 1956 vom deutschen Bildhauer Gerhard Thieme erschaffen und aufgestellt. Adam Mickiewicz gilt als Nationaldichter Polens und wichtigster Vertreter der polnischen Romantik.
Mickiewicz-Denkmal
Mickiewicz-Denkmal

Er wurde am Heiligen Abend des Jahres 1798 in Nowogródek, im heutigen Weißrussland geboren. Mickiewicz studierte Naturwissenschaft und Literatur an der Universität Wilna. Seinen ersten Gedichtband „Balladen und Romanzen" veröffentlichte er mit 24 Jahren. Schon in jungen Jahren war er ein großer Bewunderer von Goethe und Schiller. Mickiewicz studierte die Werke von Johann Wolfgang von Goethe und fühlte sich Friedrich Schiller, dem Verfechter des Freiheitsgedankens, seelenverwandt.

Am 18. August aus Marienbad kommend erreichte Adam Mickiewicz in einer Postkutsche Weimar. Er wohnte bis Ende August im Gasthaus „Zum Elephanten". Mickiewicz besuchte Goethe in dieser Zeit sehr oft und nahm an Feierlichkeiten zu dessen 80. Geburtstag teil.

Heute befindet sich in unzähligen Städten Polens ein Denkmal von Mickiewicz. Der Dichter besitzt eine einzigartige Popularität in seinem Land und wird deshalb oft als der „Goethe Polens" bezeichnet. Adam Mickiewicz ist zum Symbol der polnischen Nation geworden. Er war einer der ersten, die von einem vereinigten Europa, einem Europa ohne Staatsgrenzen sprachen. Das war vor fast 200 Jahren. Mickiewicz war Vorkämpfer für ein freies Europa. Ihm ging es auch um die Bewahrung der Kultur seiner Heimat, er sammelte zahlreiche Märchen, Sagen, Mythen und Legenden.

Adam Mickiewicz starb am 26. November 1855 in Konstantinopel, in der Türkei und wurde auf dem Friedhof für polnische Emigranten bei Paris beigesetzt. Obwohl Mickiewicz niemals in Krakau war, wurde sein Leichnam im Jahr 1890, kurz vor seinem 100. Geburtstag, dorthin verlegt.

Blick auf das Stadtschloss
Blick auf das Stadtschloss

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Fotos: Andreas Werner 

Rundgang durch den Park:

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