Weimar-Lese

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Johann Joachim Winckelmanns Wirken auf Schloss Nöthnitz und in Dresden

Klaus-Werner Haupt

Nach rastlosen Jahren findet Johann Joachim Winckelmann auf dem nahe Dresden gelegenen Schloss Nöthnitz eine Anstellung als Bibliothekar. Die bünausche Bibliothek und die Kunstsammlungen der nahen Residenzstadt ermöglichen Kontakte mit namhaften Gelehrten. In ihrem Kreise erwirbt der Dreißigjährige das Rüstzeug für seine wissenschaftliche Karriere. Sein epochales Werk „Gedancken über die Nachahmung der Griechischen Werke in der Mahlerey und Bildhauer-Kunst“ (1755) lenkt den Blick auf die Kunstsammlungen Augusts III. und ebnet den Weg nach Rom.

Winckelmanns Briefe, von denen mehr als fünfzig aus den sächsischen Jahren überliefert sind, lassen seinen Karrieresprung, aber auch seine persönlichen Nöte vor unseren Augen lebendig werden. Zwei Gastbeiträge über die jüngere Geschichte des Schlosses und die Visionen der Freunde Schloss Nöthnitz e. V. runden den Jubiläumsband ab.

Muschelbrunnen

Muschelbrunnen

Rita Dadder

Gestiftet von Maria Pawlowna

Er gehört zu den sechs Weimarer Sandsteinbrunnen, welche Großherzogin Maria Pawlowna im Jahr 1847 der Stadt gestiftet hat. Seinen Namen „Muschelbrunnen" verdankt er der Form seines Beckens, welches muschelartig gerippt ist. Der Brunnen ist ein Werk des Berkaer Steinmetzen Carl Dornberger. Sein ursprünglicher Standort war die Ackerwand, an der Stelle, wo sich jetzt der - ebenfalls von Maria Pawlowna gestiftete - Brunnen am Haus der Frau von Stein befindet. 1859 wurde der Muschelbrunnen in die Schwanseestraße verlegt, wo er zunächst vor dem Haus Nr. 5 platziert wurde und dann wegen Verkehrsbehinderung an seinen jetzigen Standort vor der südlichen Mauer des heutigen Weimarhallenparks schräg gegenüber der Stadtverwaltung versetzt wurde.

Den rechten und linken Flügel der Brunnenwand bilden die Reliefe von zwei geringelten Delphinen. Der Wasserspeier in der Mitte stellt - in Anlehnung an das Wappentier der Stadt - einen Löwenkopf dar. Am Fuß des Brunnenbeckens befindet sich ein kleiner steinerner Trog. Er geht auf eine Initiative des Weimarer Apothekers und Tierfreunds Lüdde zurück, der im Jahr 1864 veranlasste, dass vor mehreren Weimarer Brunnen niedrige Trinkschalen für Hunde aufgestellt wurden.

*****

Literatur:
Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998.

Fotos: Rita Dadder

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Schwanseestraße 13
99423 Weimar

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