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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Muschelbrunnen

Muschelbrunnen

Rita Dadder

Gestiftet von Maria Pawlowna

Er gehört zu den sechs Weimarer Sandsteinbrunnen, welche Großherzogin Maria Pawlowna im Jahr 1847 der Stadt gestiftet hat. Seinen Namen „Muschelbrunnen" verdankt er der Form seines Beckens, welches muschelartig gerippt ist. Der Brunnen ist ein Werk des Berkaer Steinmetzen Carl Dornberger. Sein ursprünglicher Standort war die Ackerwand, an der Stelle, wo sich jetzt der - ebenfalls von Maria Pawlowna gestiftete - Brunnen am Haus der Frau von Stein befindet. 1859 wurde der Muschelbrunnen in die Schwanseestraße verlegt, wo er zunächst vor dem Haus Nr. 5 platziert wurde und dann wegen Verkehrsbehinderung an seinen jetzigen Standort vor der südlichen Mauer des heutigen Weimarhallenparks schräg gegenüber der Stadtverwaltung versetzt wurde.

Den rechten und linken Flügel der Brunnenwand bilden die Reliefe von zwei geringelten Delphinen. Der Wasserspeier in der Mitte stellt - in Anlehnung an das Wappentier der Stadt - einen Löwenkopf dar. Am Fuß des Brunnenbeckens befindet sich ein kleiner steinerner Trog. Er geht auf eine Initiative des Weimarer Apothekers und Tierfreunds Lüdde zurück, der im Jahr 1864 veranlasste, dass vor mehreren Weimarer Brunnen niedrige Trinkschalen für Hunde aufgestellt wurden.

*****

Literatur:
Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998.

Fotos: Rita Dadder

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