Weimar Lese

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Matt Lamb Kirche Bergern

Klaus von der Weiden, Susanne Wellhöfer

Es klingt fast wie ein Märchen, da kommt ein großer amerikanischer Künstler in ein kleines thüringisches Dorf und gestaltet dort die bisher unbedeutende Dorfkirche mit seinen Werken aus. Und doch ist es so geschehen in Bergern unweit der Kleinstadt Bad Berka. Die kleine Broschüre erzählt von der Kirche, dem Künstler und dem Werk, und wie es zu dieser unglaublichen Begenheit kam.

Löwenbrunnen

Löwenbrunnen

Rita Dadder

Wettiner Wahrzeichen

Am Graben in Weimar erhebt sich über einem runden Brunnenbecken in etwas 5 Meter Höhe stehend ein kleiner Löwe. Es ist das Wappentier des Großherzogtums Weimar-Sachsen-Eisenach. In seinen Vordertatzen hält er das Wappenschild des wettinischen Adelsgeschlechts, aus dem das Weimarer Herrscherhaus hervorgegangen ist. Die gesamte Anlage ist aus Sandstein gehauen. Auf zwei Steinstufen sitzt das Brunnenbecken auf. Aus dessen Mitte ragt eine Schale mit vier Löwenköpfen hervor, die als Wasserspeier fungieren. Aus der Schalenmitte erhebt sich eine mit Schilfkolben verzierte Säule, auf der aufrecht die Löwenfigur steht.

Der Löwenbrunnen trat 1848 an die Stelle eines älteren Holzbrunnens. Stifterin war die Großherzogin Maria Pawlowna (1786-1859), die Ehefrau des Großherzogs Carl Friedrich, der Sohn und Amtsnachfolger von Goethes Freund und Förderer Carl August. Im Jahr 1983 wurde der Brunnen mutwillig zerstört und 1986 wieder hergestellt. Wer am Weimarer Graben zu tun hat, kann die herausfordernd in die Welt schauende Löwenfigur nicht übersehen.

 

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Literatur: Gitta Günther, Wolfram Huschke und Walter Steiner (Hrsg.), Weimar, Lexikon der Stadtgeschichte. Verlag Hermann Böhlau Nachfolger, Weimar 1998.

Fotos: Rita Dadder

Löwenbrunnen

Graben 6
99423 Weimar

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