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Hans-Jürgen Malles
Kennst du Friedrich Hölderlin?

Seine Werke gehört neben denen Goethes und Schillers zu den bedeutendsten der deutschen Klassik, auch wenn sein Leben im Wahnsinn endete. Eine Hinführung zum Verständnis von Hölderlins Persönlichkeit und Werk bietet Deutschlehrer Malles hier. Der Leser erhält Einblicke in ein facettenreiches Leben voller Höhen und Tiefen und darf teilhaben an Hölderlins Begeisterung für die Französische Revolution und die griechische Antike. Auch die Liebe zu Susette Gontard soll nicht unerwähnt bleiben.

Ildefonso-Brunnen

Ildefonso-Brunnen

Rita Dadder

Griechische Helden in Weimar

Viele Touristen, die an der Mauer des „Roten Schlosses" in Weimar vorbeigehen, wundern sich über die dort befindlichen Brunnenfiguren, die zwei schöne junge Männer und eine kleine Frauengestalt im klassischen griechischen Stil zeigen. Die Jünglinge wirken wie ein Liebespaar aus der Antike. Umso mehr überrascht der Name des Arrangements: „Ildefonsobrunnen".

Die Figurengruppe ist einer Marmorskulptur nachgebildet, die im 17. Jahrhundert in dem Ort San Ildefonso in der Nähe von Madrid gefunden wurde.

Das Original befindet sich heute im Prado in Madrid. Es stammt aus dem 1. Jahrhundert nach Christus und wurde in Italien hergestellt. Vorbilder waren griechische Götter- und Heldenfiguren aus dem 5. und 4. Jahrhundert vor Christus, dem Höhepunkt der griechischen Klassik. Lessing deutete das Skulpturenpaar als „Schlaf und Tod". Der vor dem Paar befindliche Brunnen hat die Form eines römischen Sarkophags.

Das Denkmal wurde zunächst am Eingang zum Park an der Ilm aufgestellt, später von dem Architekten Coudray bearbeitet und dann an seinen heutigen Standort gebracht. Der Grund dafür, dass die Figuren in Weimar aufgestellt wurden, ist wohl allein ihre Schönheit. Goethe hatte eine Abbildung in einem Museum in Mannheim gesehen und sich eine Kopie anfertigen lassen. Eine weitere Kopie befindet sich im Weimarer Schloss.

 

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Literatur:
Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998.

Fotos: Rita Dadder
 

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