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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Brunnen am Lesemuseum

Brunnen am Lesemuseum

Rita Dadder

Ein kleiner Brunnen am richtigen Platz

Biegt man vom Goetheplatz kommend in die Geleitstraße ein, stößt man auf ein Gebäude, das mit seinen ionischen Säulen dem Nike-Tempel auf der Akropolis gleicht. An der Seitenfront steht ein eher unauffälliger Brunnen, der, ebenso wie das Haus, vom Weimarer Oberbaurat Ferdinand Streichhan errichtet wurde. Bei dem Gebäude handelt es sich um das ehemalige Lesemuseum, erbaut1859/60 auf Veranlassung von Großherzogin Anna Pawlowna für die von ihr gegründete Lesegesellschaft. Der 1864 aufgestellte Brunnen wird einfach „Brunnen am Lesemuseum" genannt.

Das Brunnenbecken war eigentlich für den Gänsemännchenbrunnen auf der Esplanade, der heutigen Schillerstraße, gedacht, doch erwies es sich an diesem Standort als zu klein und wurde deshalb dort wieder abgebaut. Kurzerhand versetzte man den „missglückten" Brunnen dann zum Lesemuseum, wo er innerhalb einer gepflasterten Einfassung aus Muschelkalk steht.

Hinter einem geschwungenen ovalen Brunnentrog aus Diorit erhebt sich eine rechteckige Sandsteinsäule mit einem Wasserspeier in Form eines stilisierten Löwenkopfes. Die kleine Hundetränke vor dem Brunnenbecken war die erste, die auf Initiative des Apothekers Theodor Lüdde mehreren Weimarer Brunnen beigefügt worden ist.

 

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Fotos: Rita Dadder

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Geleitstraße 12A
99423 Weimar

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