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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Brunnen am Lesemuseum

Brunnen am Lesemuseum

Rita Dadder

Ein kleiner Brunnen am richtigen Platz

Biegt man vom Goetheplatz kommend in die Geleitstraße ein, stößt man auf ein Gebäude, das mit seinen ionischen Säulen dem Nike-Tempel auf der Akropolis gleicht. An der Seitenfront steht ein eher unauffälliger Brunnen, der, ebenso wie das Haus, vom Weimarer Oberbaurat Ferdinand Streichhan errichtet wurde. Bei dem Gebäude handelt es sich um das ehemalige Lesemuseum, erbaut1859/60 auf Veranlassung von Großherzogin Anna Pawlowna für die von ihr gegründete Lesegesellschaft. Der 1864 aufgestellte Brunnen wird einfach „Brunnen am Lesemuseum" genannt.

Das Brunnenbecken war eigentlich für den Gänsemännchenbrunnen auf der Esplanade, der heutigen Schillerstraße, gedacht, doch erwies es sich an diesem Standort als zu klein und wurde deshalb dort wieder abgebaut. Kurzerhand versetzte man den „missglückten" Brunnen dann zum Lesemuseum, wo er innerhalb einer gepflasterten Einfassung aus Muschelkalk steht.

Hinter einem geschwungenen ovalen Brunnentrog aus Diorit erhebt sich eine rechteckige Sandsteinsäule mit einem Wasserspeier in Form eines stilisierten Löwenkopfes. Die kleine Hundetränke vor dem Brunnenbecken war die erste, die auf Initiative des Apothekers Theodor Lüdde mehreren Weimarer Brunnen beigefügt worden ist.

 

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Fotos: Rita Dadder

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Geleitstraße 12A
99423 Weimar

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