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Wilfried Bütow
Kennst du Heinrich Heine?

Kunstfertig in vielen Genres, geht Heine souverän mit den Spielarten des Komischen um, erweist sich als ein Meister der Ironie und der Satire und weiß geistreich und witzig zu polemisieren.
Doch hatte er nicht nur Freunde. Erfahre mehr vom aufreibenden Leben Heines, wie er aus Deutschland fliehen musste, in Paris die Revolution von 1830 erlebte und den großen Goethe zu piesacken versuchte.


Sowjetischer Friedhof im Schloßpark Belvedere

Sowjetischer Friedhof im Schloßpark Belvedere

Rita Dadder

 

Im Gelände des Parks Belvedere, am Abhang unterhalb des Schlosses, liegt der „Sowjetische Friedhof im Schlosspark Belvedere". Er ist neben der im Ilmpark gelegenen Begräbnisstätte der zweite Sowjetische Friedhof in Weimar. Während im Ilmpark die am Ende des 2. Weltkriegs gefallenen oder an ihren Verwundungen gestorbenen russischen Kriegsteilnehmer beerdigt wurden, diente der Friedhof im Park Belvedere in den Jahren 1946 bis 1975 als Ruhestätte für Angehörige der Besatzungstruppen oder deren Bedienstete. 

Das Gelände wurde schon 1937/38 auf Anweisung des NS- Gauleiters Fritz Sauckel angelegt und war zunächst als Helden-Hain unter Eichen für verdiente Nationalsozialisten gedacht, wurde jedoch kaum genutzt. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die sechs dort beerdigten NS-Würdenträger auf den Weimarer Hauptfriedhof umgebettet. Von da an stand der Platz nur noch für russische Verstorbene zur Verfügung.  

Er ist angelegt wie ein Park bzw. Totenhain. Ein zentraler Gedenkstein und um ihn herum schlichte Quader aus Travertingestein markieren Einzel- und Sammelgräber von insgesamt etwa 2000 verstorbenen Militärangehörigen. Dass ungewöhnlich viele von ihnen bereits in jungen Jahren gestorben sind, wird als Hinweis darauf gesehen, dass die sowjetischen Militärmachthaber nicht zimperlich mit Untergebenen umgegangen seien. In jedem Fall ist der Ort eine Stätte der Besinnung auf das friedliche Zusammenleben der Völker.

Für die Erhaltung und Pflege der Gedenkstätte ist die Klassik Stiftung Weimar zuständig. Das Tor, geschmückt mit dem roten Sowjetstern, ist nicht versperrt und der Ehrenfriedhof jederzeit zugänglich.

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Fotos: Rita Dadder

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