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Kennst du Gotthold Ephraim Lessing?
vorgestellt von Jürgen Krätzer

Jürgen Krätzer eröffnet uns eine neue Sicht auf den Autor. Lessing entpuppt sich als schulverdrossener Aufrührer, als Student in „schlechter Gesellschaft" und als leidenschaftlicher Glücksspieler, der sich von Job zu Job hangelt. Bewusst stellte er sich gegen die damaligen Erwartungen und prangerte die Scheuklappen der Gesellschaft an. Krätzer zeigt dies anhand unkonventioneller Fabeln und Gedichte, seiner Kritiken und Briefe. Zugleich setzt er sich mit Lessings neuartiger Theatertheorie und den aufklärerischen Werten in seinen Dramen auseinander. Dabei gelingt es ihm aufzuzeigen, wie relevant und modern deren Themen noch heute sind.

Sowjetfriedhof im Ilmpark

Sowjetfriedhof im Ilmpark

Florian Russi

Im Park an der Ilm, in dem auch Goethes berühmtes Gartenhaus steht, befindet sich seit Ende des Zweiten Weltkriegs ein russischer Soldatenfriedhof, gemeinhin Sowjetfriedhof genannt. Hier wurden in den Jahren 1945/46 insgesamt 640 im Krieg getötete bzw. an Kriegsfolgen verstorbene Angehörige der Roten Armee bestattet. Der Friedhof liegt unmittelbar neben dem Eingang zur Parkhöhle sowie dem Denkmal für Friedrich Liszt. Nach 1946 wurde er  nicht mehr belegt. Die Sowjetische Militärverwaltung richtete einen neuen Soldatenfriedhof  im nicht weit entfernten Belvedere Park ein und nutzte ihn bis vor dem Abzug der sowjetischen Truppen im Jahr 1994.

Die Gräberstätte im Ilmpark besteht hauptsächlich aus Reihen von anonymen Steinquadern. Die Soldaten sind unwiederbringlich um ihr Leben gebracht worden. Für ihre Hinterbliebenen ist es vielleicht ein kleiner Trost, dass es ein kulturhistorisch bedeutsamer Ort ist, an dem sie ihre letzte Ruhe gefunden haben.

Kriegsgräber werden heute in den meisten Ländern der Welt als Mahnstätten für Frieden und Völkerverständigung verstanden. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich gegenüber den Folgestaaten der ehemaligen Sowjetunion vertraglich verpflichtet, die in Deutschland gelegenen sowjetischen Gräberstätten in  Ehren zu halten und zu pflegen. Nach einer Auskunft der Bundesregierung befanden sich im Jahr 1998 auf dem Gebiet des Freistaats Thüringen insgesamt 17.661 sowjetische Kriegsgräber. Der Krieg hat zahlreiche Spuren hinterlassen.

 

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Fotos: Florian Russi

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99423 Weimar

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