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Das Kräuterweib vom Hexenberg, Band 2

Bedeutung und Anwendung von Heil- und Gewürzpflanzen

Diese übersichliche kleine Broschüre vermittelt althergebrachtes Wissen um die Zubereitung und Wirkung hiesiger Kräuter und Heilpflanzen.

 

Wie schon im ersten Heft sind hier Tipps für die Herstellung eigener Hausmittelchen gegen allerhand Alltagszipperlein, wie Erkältungen, Husten, Rheumaschmerzen, Insektenstiche, Nervenleiden oder Hautprobleme gesammelt.

Das Mahnmal Buchenwald

Das Mahnmal Buchenwald

Marlene Denkmann

Der Glockenturm aus Richtung der "Blutstraße"
Der Glockenturm aus Richtung der "Blutstraße"

Das Mahnmal Buchenwald ist das größte Europas, welches die Erinnerung an ein nationalsozialistisches Konzentrationslager wachhält. Es besteht aus vielen Komponenten, jedes Einzelne scheinbar bis ins letzte Teil durchdacht, um die Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald zu würdigen und seinen tiefen symbolischen Charakter zu festigen. Der Glockenturm wurde aus hellem Sandstein erbaut, ist über viele Kilometer zu sehen und markiert mit seinen über 50 Höhenmetern den Ort der Grausamkeit. Zur gleichen Zeit, als das Lager Buchenwald abgerissen wurde, um eine Thälmann-Gedenkstätte zu errichten, plante man auf der Südseite des Ettersberges den Bau eines Mahnmals, an eben der Stelle, wo tausende Menschen in Massengräbern verscharrt wurden.

Eine junge Architektengruppe, das „Architektenkollektiv Buchenwald“, gewann 1951 einen beschränkten Wettbewerb zur Gestaltung des Mahnmals. Sie wurden dazu aufgefordert, gemeinsam mit dem Bildhauer Fritz Cremer eine Anlage zu errichten, welche Besuchern ermöglichen sollte, einen „Rundgang“ zu allen drei Massengräbern und zurück zum Glockenturm zu erlaufen. Die Gräber tragen nun die Namen „Nacht des Faschismus“ und der Glockenturm „Licht der Freiheit“.

Der Stelenweg des Mahnmals
Der Stelenweg des Mahnmals

In ihrem Konzept verankerten sie das abendländische Motiv der Wiederauferstehung. Unter dem Leitmotiv „Durch Kämpfen und Sterben zum Sieg“ verband man das Leid und den Tod der Häftlinge mit dem Ende des Grauens und der Gewissheit, dass ihr Tod nicht gänzlich umsonst war.

1958 wurde das Mahnmal als Nationaldenkmal der DDR fertiggestellt.

Um die Anlage zu betreten, geht der Besucher durch ein „wuchtiges steinernes Tor“. Eine Treppe führt hinunter zu den Gräbern, der Weg an den sieben Stelen für die sieben Jahre des KZs vorbei. In der DDR symbolisierte der Widerstand der Häftlinge gegen die SS den „siegreichen Kampf des Kommunismus gegen den Faschismus“. Selbst die Treppe ist so gestaltet, dass sie von unten aus betrachtet völlig rot erscheint.

Das erste Ringgrab mit Blick auf den Glockenturm
Das erste Ringgrab mit Blick auf den Glockenturm
Die Pylonen mit den Feuerschalen auf der "Straße der Nationen"
Die Pylonen mit den Feuerschalen auf der "Straße der Nationen"

Verbunden werden die Ringgräber durch die „Straße der Nation“, wobei die 18 Pylonen mit Feuerschalen auf dem Weg für die Herkunft der Menschen im KZ stehen.

Die drei Gräber werden von im römischen Stil gehaltenen Ringmauern umfasst. In diesen Grabtrichtern befinden sich ca. 3000 im Frühjahr 1945 beerdigte Tote, 2000 weitere in den angrenzenden Gräberfeldern. Darunter befinden sich viele ungarische Juden, die über Auschwitz nach Buchenwald deportiert wurden. Ursprünglich ging man bei der Planung des Mahnmals von 2 Massengräbern aus, Während der Bauarbeiten stellte sich heraus, dass es sich um drei handelte, woraufhin man den Weg so umgestaltete, dass auch das dritte mit in die Anlage integriert werden konnte.

Die Bronzeplastik vor dem Glockenturm
Die Bronzeplastik vor dem Glockenturm

Die Treppe der Freiheit bringt die Besucher zum Glockenturm. In dem aus hellem Sandstein errichteten Gebäude befinden sich, versiegelt unter einer Bronzeplatte, Erde und Asche aus KZs und Terrorstätten ganz Europas. Von ebendieser Bronzeplatte führen zwei Treppenaufgänge zu einer lichtdurchfluteten Plattform, über der sich die fast 7 Tonnen schwere Buchenwald-Glocke befindet, welche stündlich ihren Klang über das Mahnmal schallen lässt.

Auf dem Manifestationsplatz vor dem Glockenturm steht eine auf einen Sockel erhobene Bronzeplastik. Die von Fritz Cremer gestaltete Figurengruppe ist die größte ihrer Art in Deutschland. Sie steht für den Widerstandskampf im Lager kurz vor der Befreiung der Häftlinge. Unter den Figuren befindet sich ein Junge als Symbol für die befreiten Kinder. Eben dieser Junge wurde 1998 von rechtsradikalen Jugendlichen beschädigt. Durch die Restaurierung wurde festgestellt, dass das Material innere Rostschäden hatte. Seit 2005 wurde die ganze Figurengruppe grundlegend restauriert.

*****

Textquelle:

Mahmal Buchenwald abgerufen von >https://www.buchenwald.de/geschichte/historischer-ort/gedenkstaette/mahnmal< am 12.10.2026.

Das Buchenwald-Mahnmal wurde vor 60 Jahren eingeweiht, 2018 abgerufen von >https://www.stiftung-gedenkstaetten.de/en/newsroom/aktuelle-news/Das-Buchenwald-Mahnmal-wurde-vor-60-Jahren-eingeweiht< am 12.10.2026.

Erinnerung an Verbrechen abgerufen von
>https://www.weimar.de/kultur/sehenswuerdigkeiten/gedenkstaette-buchenwald/< am 12.10.2026.  

 

Fotos: © Klaus Pichler.

 

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