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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Kenotaph für Prinz Constantin

Kenotaph für Prinz Constantin

Rita Dadder

Im Park am Tiefurter Schloss am rechten Ufer der Ilm befindet sich ein Gedenkstein für den 1793 verstorbenen zweiten Sohn der Herzogin Anna Amalia, Prinz Constantin. Der Stein wird auch als Kenotaph bezeichnet. Dieser Begriff aus dem Altgriechischen bedeutet wörtlich übersetzt: leeres oder Schein-Grab. Constantins sterbliche Reste sind in der Georgenkirche in Eisenach bestattet. Die Gedenkstätte im Tiefurter Park wurde auf Geheiß Anna Amalias von dem in herzoglichen Diensten stehenden Bildhauer Martin Gottlieb Klauer aus Sandstein gehauen.


 Auf der Vorderseite ist zwischen zwei Reliefs von Engeln der Text eingemeißelt:
IHREM ZWEYTEN UND LEZTEN ZU FRÜH ABGESCHIEDENEN SOHN CONSTANTIN
TRAUERND AMALIE
Auf der linken Seite heißt es unter dem Relief eines Kriegerhelms:
IM ZWEITEN JAHRE DES UNSELIGEN KRIEGES DER AUCH IHN HINWEGNAHM
Auf der rechten Seite befindet sich ein Relief in Form einer Lyra und darunter die Worte:
DEN GEBILDETEN JÜNGLING DEN WERDENDEN MANN ENTRIS DIE PARZE
Constantin war 1793 als Offizier in kursächsischen Diensten mit seinem Regiment in Richtung Frankreich aufgebrochen, um die französische Revolutionsarmee zu schlagen, starb allerdings unterwegs an einer Typhuserkrankung.

 

*****

Fotos: Rita Dadder

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99425 Weimar

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