Weimar Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.weimar-lese.de
Unser Leseangebot

Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Wie süß das Mondlicht auf dem Hügel schläft

Wie süß das Mondlicht auf dem Hügel schläft

William Shakespeare

Das Gedicht stammt aus dem englischsprachigen Raum und wurde von William Shakespeare erdacht. Übersetzt wurde dieses Gedicht durch den Theologen Johann Gottfried Herder (1744-1803). Zu Zeiten der Carl-August-Ära hat Herder das Volksliedgut in seinem Werk Stimmen der Völker in Liedern analysiert, zum Teil übersetzt und für die Nachwelt gesammelt. Seine Definition von Volkslied weicht dabei stark von der heutigen ab. Seine Volkslieder beziehen sich viel mehr auf Gedichte, Verse und Sonette aus dem gesamten europäischen Raum. Die Publikation ist ein schätzenswerter Kulturschatz und ein Erbe der internationalen Musik und Dichtung.

Carolin Eberhardt

Wie süß das Mondlicht auf dem Hügel schläft:

Hier woll’n wir sitzen und den süßen Schall

Zum Ohre lassen schlüpfen. Sanfte Stille

Und Nacht wird Taste süßer Harmonie.

Sitz, Jessika, sieh, wie die Himmelsflur

Ist eingelegt mit Stücken reichen Goldes!

Da ist kein kleiner Kreis, den du da siehst,

der nicht in seinem Lauf wie’n Engel singt,

Stimmt ein ins Chor der jungen Cherubim.

Die Harmonie ist in den ew’gen Tönen;

Nur wir, so lang dies Nothleid Sterblichkeit

Uns grob einhüllet, können sie nicht hören.


*****
Bildquellen:

Vorschaubild: Caspar David Friedrich - Zwei Männer in Betrachtung des Mondes (Metropolitan Museum of Art), ca. 1825-1830 via Wikimedia Commons Gemeinfrei; Rahmen mit Engel, 2019 via pixabay CCO; neu bearbeitet von Carolin Eberhardt.

Foto: Shakespeare Denkmal in Weimar: Rita Dadder.


Textquelle:

Herder, Johann Gottfried: Stimmer der Völker in Liedern, 1775-1807, S.77f.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Die wandelnde Glocke
von Johann Wolfgang von Goethe
MEHR
Die Poesie der Bilder
von Ursula Krieger, Ulrich Fleischhauer
MEHR
Zum neuen Jahr
von Johann Wolfgang von Goethe
MEHR
Königlich Gebet
von Johann Wolfgang von Goethe
MEHR
Werbung
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen