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Johann Winckelmann

Begründer der klassischen Archäologie und
modernen Kunstwissenschaften

Klaus-Werner Haupt

Das Porträt eines außergewöhnlichen Aufklärers, dessen mysteriöser Mord bei seinen zeitgenössischen und namhaften Verehrern - wie Goethe, Herder oder Anna Amalia - einen Schock auslöste.

Rotes Schloss

Rotes Schloss

Klaus-Werner Haupt

Historischer Gebäudekomplex

Das Rote Schloss wurde von 1574 bis 1576 als Witwensitz der Herzogin Dorothea Susanne (1544-1592) erbaut. Das Renaissanceportal enthält das Allianzwappen der Herzogin, geborene von der Pfalz, und des Herzogs Johann Wilhelm I. von Weimar-Eisenach (1530-1573).

Nachfolgend wohnten Angehörige der fürstlichen Familie und des Hofes im Roten Schloss, von 1702 bis 1703 auch der Kammermusiker und Hoforganist Johann Sebastian Bach. Später beherbergte der Gebäudekomplex öffentliche Einrichtungen. Im Westflügel tagte das Geheime Conseil, dem seit 1776 auch Johann Wolfgang von Goethe angehörte. Hier waren das Hofmarschallamt, die Justizverwaltung und die Landesdirektion untergebracht. Im Ostflügel befand sich zwischen 1781 und 1807 die Fürstliche freie Zeichenschule. Im Zuge der großzügigen Umgestaltung des Fürstenplatzes (heute Platz der Demokratie) befahl Herzog Carl August 1808 den Abriss des Ostflügels. Erst im Jahre 1820 wurde die Lücke vor den Holzställen des Roten Schlosses geschlossen. Nach Plänen des Hofarchitekten Clemens Wenzeslaus Coudray entstanden die klassizistischen Blendarkaden. Sie bildeten ein Ensemble mit Residenzschloss, Fürstenhaus (heute Hochschule für Musik) und (Herzogin Anna Amalia) Bibliothek.

Heute beherbergt das Rote Schloss die Forschungsbibliothek und das moderne Studienzentrum der
Herzogin Anna Amalia Bibliothek.

Studienzentrum Herzogin Anna Amalia Bibliothek
Studienzentrum Herzogin Anna Amalia Bibliothek

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Quelle: Effi Biedrzynski, Goethes Weimar. Artemis & Winkler Verlag Zürich, 1992

Fotos : Klaus-W. Haupt (2013)

Rotes Schloss

Platz der Demokratie 1
99423 Weimar

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