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Sesenheimer Liebeslyrik

Florian Russi

Während seines Studiums in Straßburg lernte Johann Wolfgang von Goethe die Sesenheimer Pfarrerstochter Friederike Brion kennen. Die beiden verliebten sich ineinander und Goethe wurde durch Friederike zu wundervollen Gedichten angeregt.

Einige von ihnen (Heideröslein, Mailied, Willkommen und Abschied u. a.) zählen zu seinen besten und beliebtesten überhaupt. In diesem Heft sind sie vorgestellt und mit Bildern und Erläuterungen angereichert.

Borkenhäuschen

Borkenhäuschen

Rita Dadder

Zurück zur Natur

Am Hang des linken Ilmufers steht im Park an der Ilm eine runde, mit Baumrinde verschalte hölzerne Hütte, die Borkenhäuschen genannt wird. Sie ist der verbliebenen Teil eines Arrangements, das auf Veranlassung Goethes im Jahr 1778 zum Namenstag von Luise, der Ehefrau des Herzogs Carl August angelegt wurde. Dort brachte er zu Ehren der Herzogin ein allegorisches Schauspiel zur Aufführung.

Die als „Luisenkloster" bezeichnete Anlage umfasste ursprünglich noch die Ruine eines Pulverturms und die Reste einer alten, gotisch umgestalteten Mauer. 

Die Anlage entsprach dem Bedürfnis der damaligen Zeit zur Rückkehr zur Natur im Geist des französischen Philosophen Rousseau. Sie diente als Kulisse für weitere Theateraufführungen im Freien, das Borkenhäuschen als Aufbewahrungsort für Kostüme und Requisiten. Carl August nutzte sie, um sich aus seinen Amtsstuben zurückziehen, sich entspannen, seine Gedanken zu ordnen und sich mit Goethe treffen zu können. Das Luisenkloster wurde zum Ausgangspunkt der weiteren Ausgestaltung des Parks an der Ilm. 

Galerie

Das BorkenhäuschenRindenverschalungMit SchneehaubeWinterliches EnsembleRomantisch verklärt (vom Fotografen)

 

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Fotos: Rita Dadder

Borkenhäuschen

Park an der Ilm
99423 Weimar

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