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Winckelmann im Kreise der Gelehrten

Klaus-Werner Haupt

Das Gemälde "Winckelmann im Kreise der Gelehrten in der Nöthnitzer Bibliothek" von Theobald Reinhold Anton Freiherr von Oer steht im Mittelpunkt dieser Abhandlung über Winckelmann. Es dient dem Autor als Vorlage für eine kurze szenische Darstellung, in der die Geisteshaltungen und die Kontroversen der zwölf Gelehrten sichtbar werden.
Insgesamt besteht das Heft aus drei Teilen. Einem Kurzabiss zum Maler von Ohr, dessen Bild im Mittelpunkt steht, dann der szenischen Abhandlung, die das Bild zum Leben erweckt. Anschließend wird in einem wissenschaftlichen Abriss Winckelmann als Wegbereiter der Weimarer Klassik abgehandelt.

Goethe Hafis Denkmal

Goethe Hafis Denkmal

Rita Dadder

Mit 65 Jahren entdeckte Goethe den persischen Dichter Hafis. Er  las dessen erst kurz zuvor ins Deutsche übersetzen „Diwan" und war tief beeindruckt. Über zeitliche, geographische, religiöse und kulturelle Grenzen hinweg empfand er eine innige Geistesverwandtschaft mit dem persischen Poeten des 14. Jahrhunderts und ließ sich durch ihn zu seiner umfangreichen Gedichtsammlung „West-östlicher Divan" inspirieren. 

Stellvertretend für Hafis und Goethe stehen sich heute auf dem Beethovenplatz, am Rande des Ilmparks und am Rande der Altstadt in Weimar, zwei steinerne Stühle gegenüber - ein Denkmal, das  Kommunikation zwischen Kulturen, kulturelle Toleranz und Völkerverständigung  symbolisieren soll. Es wurde von der UNESCO gestiftet und anlässlich des Internationalen Jahres des Dialogs der Kulturen im Jahr 2000 vom damaligen Staatspräsidenten der Republik Iran Mohammed Chatami und dem damaligen deutschen Bundespräsidenten Johannes Rau  eingeweiht.

Gestaltet wurde das Denkmal von Ernst Thevis und Fabian Rabsch. Die beiden überdimensionalen Stühle sind aus einem Granitblock geschnitten, zwei Teile eines Ganzen, die zusammengefügt wieder den ursprünglichen Steinblock ergeben würden. Sie stehen in west-östlicher Ausrichtung auf einer bronzenen Sockelplatte, die - im Gegensatz zu den klaren Formen der Stühle - reich mit persischer Ornamentik verziert ist.  Im Zentrum des Bronzeteppichs sind in persischer Kalligraphie Verse von Hafis eingelassen, während die Enden an den beiden Schmalseiten der Platte, quasi die Teppichfransen, mit Goethe-Versen geschmückt sind:

Herrlich ist der Orient
übers Mittelmeer gedrungen
Nur wer Hafis liebt und kennt,
weiß was Calderon gesungen.

 

Wer sich selbst und andre kennt
Wird auch hier erkennen
Orient und Okzident
sind nicht mehr zu trennen.

"In einem Boot". Eine temporäre Installation im Jahr 2014 zwischen Goethes Geburtstag (28. August) und Hafis-Gedenktag (12. Oktober). 

*****

Fotos: Rita Dadder

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