Weimar-Lese

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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Das 94er Denkmal

Das 94er Denkmal

Carolin Eberhardt

Vor der südlichen Fassade des Weimarer Residenzschlosses befand sich bis 1949, nahe der Ecke, welche den Spaziergänger in linker Richtung zur Sternenbrücke führt, das sogenannte 94er Denkmal. Dieses wurde zu Ehren der Gefallenen des 1. Weltkrieges anlässlich  der 225. Jahrfeier des Infanterie –Regiments Nr. 94 1927 eingeweiht. Wie viele seiner Art wurde das Denkmal 1949 auf Grund einer bestehenden Kriegsverherrlichung abgetragen. Der Entwurf für das Monument stammte von dem in Weimar geborenen Bildhauer Arno Zauche, welcher der Einweihung beiwohnte. Auf dem wuchtigen Koloss aus Travertinquadern, welcher von vier Kriegern bewacht wurde, thronte ein majestätischer, in Kniehöhe von schweren Eisenketten umgebener, Löwe. Durch die Direktive Nr. 30 des Alliierten Kontrollrats über die Beseitigung deutscher Denkmäler und Museen militärischen und nationalsozialistischen Charakters vom 13. Mai 1946 wurde das Schicksal des Denkmales besiegelt.

 

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Textquelle:

Günter, Gitta; Huschke, Wolfram; Steiner, Walter: Weimar - Lexikon der Stadtgeschichte, 1993.

 

Bildquelle:

Originalfoto, Ansichtskarte: Weimar - Schloss, Fotograf: unbekannt, Stempel: 1935, gelaufen; im Besitz des Bertuch Verlages.

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