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Strandgut
Ein Inseltagebuch

Berndt Seite

Die Ostsee ist ein Sehnsuchtsort, an dem man seine Gedanken mit dem Meer schweifen lassen kann. Beim Anblick der Wellenbewegungen kommen Erinnerinerungen an das Auf und Ab des Lebens auf. In eindrucks- und stimmungsvollen Bildern beschreibt Berndt Seite in seinem Tagebuch philosophische Reflexionen in Rückblick auf sein privates und poltisches Leben. Das raue und derbe Klima der Ostsee, die verschiedenen Jahreszeiten am Meer haben dabei ihren ganz eigenen Charme und helfen ihm, alte Dinge abzustreifen und wieder zu sich selbst zu finden.

Das Ghettohaus - Brühl 6

Das Ghettohaus - Brühl 6

Carolin Eberhardt

Eine als Stolperstein bezeichnete Gedenktafel kennzeichnet seit 1998 das einstige Judenhaus am Brühl 6.

Das seit 1894 im Besitz der Familie Ortweiler/Appel befindliche Gebäude wurde von dieser als Wohn- und Geschäftshaus genutzt. Mit Einsetzen der in ganz Deutschland durchgeführten Ghettoisierung und Judenverfolgung wurde das Haus ab 1941 von der Regierung als „Ghettohaus“ umfunktioniert. Insgesamt 8 jüdische Familien aus Gesamtdeutschland, darunter auch die gebürtig aus Aurich stammende Karoline Wolff, wurden gezwungen, hier in der oberen Etage auf engstem Raum zu leben.

Das Zwangsquartier ermöglichte der Gestapo eine genaue Überwachung der Inhaftierten. Ab Herbst 1941 erfolgte die Deportation der Bewohner auf der Grundlage geringster Vergehen in die umliegenden Konzentrationslager. So wurde die Tochter der ursprünglichen Hauseigentümer, Susanne Appel, wegen unerlaubten Besitzes von Eiern verhaftet und 1942 in Auschwitz ermordet.

Eine Vielzahl der Bewohner wurde im Mai 1942 in das Ghetto Belzyce bei Lublin deportiert. Die bis September 1942 im Haus verbliebenen älteren Juden überführte das Regime nach Theresienstadt. Kein Jude des Ghettohauses am Brühl 6 überlebte die Periode des Nationalsozialismus.

Weitere Stolpersteine sind in Weimar an verschiedenen Standorten anzutreffen, ebenda wo jüdische Mitbürger gelebt, verhaftet und deportiert worden. Sie gemahnen uns an die Verbrechen des Nationalsozialismus und bringen uns die Vergangenheit erschreckend nah.

Ein weiteres Judenhaus am Plan 4 wurde bisher noch nicht als solches gekennzeichnet.




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Fotos: Carolin Eberhardt

Textquellen:

http://www.weimar-im-ns.de/ort23.php aufgerufen am 05.04.17

https://stolpersteineaurich.wordpress.com/1914/01/27/karoline-wolff-geb-wolff/ aufgerufen am 05.04.17

http://www.weimarpedia.de/index.php?id=1&tx_wpj_pi1%5Barticle%5D=11403&tx_wpj_pi1%5Baction%5D=show&tx_wpj_pi1%5Bcontroller%5D=articl

e&cHash=f49787d4fbd28774baa2d3993b10cd84 aufgerufen am 05.04.17

http://www.alemannia-judaica.de/weimar_synagoge.htm aufgerufen am 05.04.17

https://de.wikipedia.org/wiki/Judenhaus aufgerufen am 05.04.17

KLEI, Alexandra: Der erinnerte Ort -- Geschichte durch Architektur: Zur baulichen und gestalterischen Repräsentation der nationalsozialistischen Konzentrationslager, Bielefeld: transcript Verlag, 2011, S. 123

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stolpersteine_in_Weimar_(Th%C3%BCringen) aufgerufen am 05.04.2017

Das Ghettohaus - Brühl 6

Brühl 6
99423 Weimar

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