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Christoph Werner
Um ewig einst zu leben

Roman

Um 1815 zwei Männer, beide Maler - der eine in London, der andere in Dresden; der eine weltoffen, der andere düster melancholisch. Es sind J. M. William Turner und Caspar David Friedrich. Der Roman spielt mit der Verbindung beider.

Auch als E-Book erhältlich 

Zum neuen Jahr

Zum neuen Jahr

Johann Wolfgang von Goethe

Goethes Leben verlief ziemlich sorgenfrei. Seine Familie war wohlhabend, seine Mutter verhätschelte ihn, er konnte frei studieren. Er lernte zur richtigen Zeit die richtigen Leute kennen und wurde bis an sein Lebensende vom Weimarer Herzog und dessen Familie gefördert.

Da wundert es nicht, dass er ein optimistischer Mensch war und, bei allen auch kritischen Betrachtungen, immer positiv in die Zukunft schaute. Dies wird auch in seinem folgenden Neujahrsgedicht deutlich.

Rita Dadder


Zwischen dem Alten,
Zwischen dem Neuen
Hier uns zu freuen
Schenkt uns das Glück,
Und das Vergangne
Heißt mit Vertrauen
Vorwärts zu schauen,
Schauen zurück.

Stunden der Plage,
Leider, sie scheiden
Treue von Leiden,
Liebe von Lust;
Bessere Tage
Sammeln uns wieder,
Heitere Lieder
Stärken die Brust.

Leiden und Freuden,
Jener verschwundnen,
Sind die Verbundnen
Fröhlich gedenk.
O des Geschickes
Seltsamer Windung!
Alte Verbindung,
Neues Geschenk!

Dankt es dem regen
Wogenden Glücke,
Dankt dem Geschicke
Männiglich Gut!
Freut euch des Wechsels
Heiterer Triebe,
Offener Liebe,
Heimlicher Glut!

Andere schauen
Deckende Falten
Über dem Alten
Traurig und scheu;
Aber uns leuchtet
Freundliche Treue;
Sehet, das Neue
Findet uns neu.

So wie im Tanze
Bald sich verschwindet,
Wieder sich findet
Liebendes Paar;
So durch des Lebens
Wirrende Beugung
Führe die Neigung
Uns in das Jahr.

*****

Vorschaubild: Urheber: Fancy-cats-are-happy-cats, 2010, gemeinfrei
Bild Neujahrsuhr: Rita Dadder

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