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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Jagemanns Restaurant

Jagemanns Restaurant

Florian Russi

Carl August kam der Liebe wegen

Prominentester Besucher des Hauses, in dem sich heute Jagemanns Restaurant befindet, war Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach, „Goethes Herzog". Er allerdings kam nicht, um dort zu speisen, sondern um seine langjährige Maitresse Caroline Jagemann zu besuchen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte er das repräsentative Haus für sie gekauft.

Seit 2014 beherbergt es ein empfehlenswertes Restaurant. Das verweist mit Stolz auf die berühmte Geliebte, die sich allerdings nicht als Köchin oder Gastronomin, sondern als Schauspielerin und Sängerin hervorgetan hatte. Goethe wars, der sie entdeckte und fürs Weimarer Hoftheater verpflichtete. Sein Freund und Herzog fand, dass er eine sehr gute Wahl getroffen hatte. Er verliebte sich, wie es heißt mit ausdrücklicher Duldung seiner Ehefrau, der Herzogin Luise, in die damals 20-jährige Künstlerin und zeugte mit ihr in den folgenden Jahren vier Kinder. Die Beziehung hielt bis zum Tode Carl Augustus im Jahr 1828.

Das Haus am Herderplatz 16 ist aber nicht nur als Wohnsitz der Jagemann bekannt geworden. Es hat eine lange Tradition, wurde 1200 erstmals als Deutschritterhaus urkundlich erwähnt und erhielt 1556 seine bis heute erhaltene Renaissancefassade. Nicht nur diese Geschichte(n) und das Ambiente verlocken zum Besuch des Restaurants. Die Speisekarte ist attraktiv. Es finden sich dort Thüringer Originalgerichte, wie Rostbrätel, Heldrunger Sauerbraten, Schwarzbiergulasch, Thüringer Klöße und Bratwurst. Außerdem bietet die Karte ein reichhaltiges Angebot von Salaten, frischem Fisch und Steaks bzw. Schnitzel.

Mit seiner einmaligen Kulturgeschichte zieht Weimar in jedem Jahr unzählige interessierte Touristen an. Jagemanns Restaurant trägt mit dazu bei, dass sie auch in kulinarischer Hinsicht nicht enttäuscht werden.

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Internet: Jagemanns.de

 

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Fotos: Florian Russi

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