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Unser Leseangebot

Weihnachten bei Familie Luther

Christoph Werner

Luthers jüngster Sohn erzählt vom Christfest

Paul Luther, der jüngste Spross der Lutherfamilie, gewährt dem Leser Einblick in sein Leben und das seiner Familie.
Er berichtet von seiner Kindheit in Wittenberg und der Krankheit seines Vaters, von seiner Verwicklung, die ihm als Leibarzt widerfuhren, und von den Intrigen am Gothaer Hof. Reichlich illustriert öffnen sie dem Leser die Tür zur Weihnachtsstube der Familie Luther.

Musikschule „Johann Nepomuk Hummel“

Musikschule „Johann Nepomuk Hummel“

Carolin Eberhardt

Seit 1822 wird der heutige Goetheplatz in seiner nordöstlichen Ausdehnung durch ein klassizistisches Gebäude begrenzt. Die heutige Musikschule „Johann Nepomuk Hummel“ blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück.

Ursprünglich wurde das prunkvolle Gebäude als erste öffentliche Bürgerschule Weimars auf Initiative des pädagogischen Beraters, Johann Wolfgang von Goethe, geplant. 1822 wurde unter der baulichen Leitung des bekannten klassizistischen Architekten Clemens Wenzelaus Coudray der erste Spatenstich gesetzt. Anlässlich des 50-jährigen Regierungsjubiläums des Großherzoges Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach erfolgte 1825 die feierliche Eröffnung der Schule.

Die zunächst auf 900 Schüler und Schülerinnen ausgelegte Bildungseinrichtung verfügte über 2 Seitenflügel, von denen der rechte für die Mädchen, der linke für die Jungen als Eingang diente. Auch der Unterricht erfolgte getrennt.

Seitenflügel entlang der Schwanseestraße
Seitenflügel entlang der Schwanseestraße

Das Gebäude beschränkte sich zunächst auf den Frontalbau in der Karl-Liebknechtstraße, der Seitenflügel entlang der Schwanseestraße wurde später aus Gründen der Kapazitätserweiterung ergänzt.

Die 214 Quadratmeter große Aula wurde zur Zeit der Bürgerschule in Segmente abgeteilt, um den Unterricht mehrerer Klassen zu ermöglichen. Der heute nach Coudray benannte Saal wurde 1958 im originalen Stil restauriert und bietet heute Raum für verschiedene Konzerte, Empfänge, Kongresse, Seminare und Vorträge.

Doch der Weg von der ersten allgemeinbildenden Schule hin zur kulturprägenden musikpädagogischen Einrichtung war 1825 nicht absehbar.

1934 fungierte das Gebäude als Handelsschule und unterlag zu diesem Zwecke verschiedenen Umbaumaßnahmen.

Der Bürgerschulbrunnen vor der Musikschule
Der Bürgerschulbrunnen vor der Musikschule

Erst 1957 wurde die Musikschule als Außenstelle von Erfurt als solche gegründet. 1966 wurde die Institution in Weimar erstmalig eigenständig und mit Apolda vereinigt.

Erst 1975 wurde die Schule mit dem Namen „Ottmar Gerster“ versehen.

Während der Gründerjahre bot die musikalische Institution zunächst 255 Schülern eine professionelle Ausbildung an. Nach Angaben des heutigen Direktors der Musikschule und Geschäftsleiter des Zweckverbandes, Dr. Gernot Grohs, steigerte sich diese Zahl bereits in den ersten Jahren auf 350 Schüler. Die damaligen Bedingungen schildert er aus Gesprächen mit damals tätigen Lehrern als eher umständlich. So wurde das große Gebäude damals mit einer Ofenheizung erwärmt, für dessen Nutzung die Beschaffung von Kohle notwendig war. Die damaligen Lehrer haben die angelieferte Kohle gemeinsam in den Kohlekeller befördert. In den Wintermonaten sei ein Unterricht in der Musikschule selbst auf Grund der Temperaturen nicht möglich gewesen, so dass die Lehrer ihre Schüler Zuhause aufsuchten.

Insgesamt 8 Lehrer und eine Sekretärin seien zur damaligen Zeit beschäftigt gewesen.

Des Weiteren verlangte die Aufnahme an der Musikschule, dass die Anwärter eine Aufnahmeprüfung sowie, nach Aufnahme, jährliche Zwischenprüfungen ablegen mussten.

Im Vergleich zu den damals eher klassischen Instrumentalangeboten, beschreibt Herr Grohs die heutige Palette als ein breites Spektrum, dass das klassische mit dem modernen Genre vereint. Die Schüler können sowohl Klavier als auch Schlagzeug erlernen, ihre Priorität dabei auf Rock/Pop, Jazz, Klassik oder anderes legen. Auch Gesangsunterricht sowie musikalische Früherziehung werden angeboten.

Besonders stolz ist der Direktor auf die durch die Institution ganzjährig arrangierten Höhepunkte, wie das Lehrerkonzert, die Teilnahme am Wettbewerb „Jugend musiziert“ sowie das internationale Orchester mit den Partnerschulen Blois und Alphen.

Die Musikschule Hummel verfügt derzeit über 70 Lehrkräfte und 1400 Schüler. Seit 1998 ist sie als kommunaler Zweckverband organisiert, wird durch die Stadt Weimar, das Weimarer Land und das Land Thüringen teilfinanziert, ist aber dennoch wirtschaftlich selbstständig aufgestellt.

Musikschule „Johann Nepomuk Hummel“
Musikschule „Johann Nepomuk Hummel“

Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Musikschule „Ottmar Gerster“ erfolgte die Umbenennung der öffentlichen Bildungseinrichtung in „Johann Nepomuk Hummel“. Grund dafür war die nun mehr fehlende Identifikation mit dem ursprünglichen Namensgeber.

Interessierte Kinder und Erwachsene können einmal jährlich den Tag der offenen Tür nutzen, um sich Informationen einzuholen und ihr Interesse zu vertiefen. Dieser findet erneut am 10.06.2017 von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr in der Musikschule statt.

Für Vorschulkinder und Schulanfänger zwischen 5 und 7 Jahren besteht die Möglichkeit, den aktuell angebotenen Schnupperkurs mit 4 Instrumenten zu besuchen. Das individuell bevorzugte Instrument kann im Anschluss auf Wunsch unterrichtet werden.

Weitere Informationen finden sich unter:

http://www.musikschule-weimar.de/aktuelles.html

Kontakt:

Zweckverband Musikschule „Johann Nepomuk Hummels“ Hauptgeschäftsstelle

Karl-Liebknecht-Straße 1

99423 Weimar

Tel: 03643- 50 59 45 sowie 03643- 90 39 11

Fax: 03643- 45 71 494


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Fotos: Andreas Werner

Musikschule „Johann Nepomuk Hummel“

Karl-Liebknecht-Straße 1
99423 Weimar

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