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Erbsensoldaten

Florian Russi

Lustige, spannende, fantasievolle Märchen über Zwerge, den Zauberer Krabat und den Müllergesellen Pumphut sind hier versammelt.

Heinrich Heß

Heinrich Heß

Carolin Eberhardt

Die Leistungen des 1794 in Coburg geborenen Heinrich Heß sind aus dem Stadtbild Weimars nun schon über 100 Jahre nicht mehr wegzudenken. Der ab 1841 als Baurat tätige und nach Coudrays Tod 1845 für 2 Jahre als kommissarischer Leiter der Oberbaubehörde fungierende Architekt nahm während seiner Dienstzeit in seiner gutachterlichen Funktion einen maßgeblichen Einfluss auf die Gestaltung der klassizistischen Wohnhäuser Weimars. Neben den Häuserzeilen in der Schillerstraße, Hausnummer 1/5, welche bis heute erhalten geblieben sind und den Charakter der Straße prägen, weisen auch der Stil des wiederaufgebauten Rathauses sowie die Gestaltung der Kapelle im Westflügel des Schlosses Heß‘ persönliche Handschrift auf. Von seinen Schöpfungen erhalten blieb weiterhin das Doppelhaus in der Steubenstraße 18/20, welches in den Jahren 1837/1840 fertig gestellt wurde. Die 1827 nach den Bauplänen des Architekten errichtete Häuserzeile in der Steubenstraße, 2/8,  wurde während des 2. Weltkrieges durch Bombenangriffe zerstört. Das gleiche Schicksal ereilte die Loge „Anna Amalia zu den drei Rosen“ in der Amalienstraße, die Heß in mittelalterlich-maurischen Formen entwarf.

Bei dem Neubau des Messhauses in der heutigen Steubenstraße 1, in welchem nun die Stadtbücherei ihren Sitz gefunden hat, führte er die Bauaufsicht. Trotz seines Einflusses auf die Architektur der Stadt Weimar, ist über die Biografie des Coburgers nicht viel bekannt. Ein Grund mehr, sein Vermächtnis an dieser Stelle zu würdigen.

 

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Textquelle:

Günther, Gitta; Huschke, Wolfram; Steiner, Walter (Hrsg.): Weimar: Lexikon zur Stadtgeschichte, Weimar: Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, 1998.

Bilder: von Carolin Eberhardt, Juli 2021.

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