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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Mal- und Zeichenschule Weimar

Mal- und Zeichenschule Weimar

Dana Fürnberg

 
„Jeder Unterricht ist unwiederholbar in den wertvollsten Momenten,
wenn es gelingt, in diesem oder jenem Schüler die innerste Zelle zu
treffen und ein geistiges Licht anzuzünden."
- Johannes Itten
-
 

Die Weimarer Mal- und Zeichenschule gehört zu den ältesten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland.
Den ersten Entwurf für eine freie Zeichenschule, geschrieben von dem Weimarer Gelehrten und Unternehmer Friedrich Justin Bertuch, erhielt die Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach 1774. Bertuch hatte eine Schule konzipiert, in der jeder Mensch, gleich welchen Alters, Standes, Vorbildung oder Geschlechts, die Möglichkeit bekommen sollte, kostenlosen Zeichenunterricht zu erhalten um so seinen Geschmack und Empfinden für Ästhetik zu schulen. Zwei Jahre später wurde die „Fürstliche freie Zeichenschule" von dem noch jungen Herzog Carl August als eine seiner ersten Amthandlungen ins Leben gerufen.
Gefördert und unterstützt von Johann Wolfgang von Goethe und dem Maler und ersten Direktor Georg Melchior Kraus entwickelte sich die Kunstschule zu einer viel und gern besuchten Einrichtung.
Seither setzt die Malschule ihre Traditionen fort, außer in den Jahren von 1930 bis 1971 löste sie sich auf, bis zur Neugründung 1972 durch das Kabinett für Kulturarbeit der Stadt Weimar in Zusammenarbeit mit Künstlern und Kunstpädagogen wie Horst Hausotte, Horst Jährling, Ilse Eulitz, Ilsabé Schultze-Kaim und Helmut Ohme.
Seit 1991 etabliert sich die Weimarer Mal- und Zeichenschule e. V. als gemeinnütziger Verein im Stadtbild in der Seifengasse 14 und zwei Jahre später wird das restauriert Haus der Seifengasse 16 zur Benutzung übergeben. In mehreren Ateliers, einem Aktsaal mit Oberlicht und einer Druck- und Keramikwerkstatt wird Raum für künstlerisches Schaffen geboten.
Jährlich finden zwei Semester statt und es unterrichten derzeit ca. 30 Dozenten. Mit 400 Malschülern pro Semester zeigt sich die Malschule beliebter denn je.
Sie sieht ihre Aufgabe darin, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen künstlerische Ausdruckmöglichkeiten zu erschließen. Jeder Einzelne wird entsprechend seiner Neigungen, seinem Temperament und seiner Begabung auf seinem persönlichen Weg begleitet. Hierbei geht es um die Entfaltung der schöpferischen Phantasie in Auseinandersetzung mit der Realität, um Entwicklung von Kreativität und um das Sichtbarmachen von Erlebnissen und Empfindungen. Zeichnen und malen wird als aufregendes Abenteuer erfahren.

Durch kontinuierliche Beschäftigung mit Kunst im weitesten Sinne werden neben der Begabung die Begeisterungsfähigkeit, der Gestaltungswille und die Ausdauer für das künstlerische Tun gefördert. Das führt zu Originalität, zur unverwechselbaren Handschrift in den verschiedensten Techniken, zur Experimentierfreudigkeit, zur Geschmacksbildung, zur Steigerung der Sensibilität und der Genussfähigkeit. In einer lockeren, künstlerischen Atmosphäre werden den Teilnehmern alle Genres der bildenden Kunst zur Auswahl angeboten. Es wird ein weites Feld an Techniken vermittelt, angefangen bei Malerei und Zeichnung, bis hin zu Klangkunst, Fotographie, Radierung und andere Drucktechniken und Keramik.
Zu den verschiedenen Höhepunkten zählen die Sommerakademie, das Malschulfest, gemeinsame Kunstreisen, Besuche aktueller Ausstellungen, Exkursionen, Workshops und die internationale Zusammenarbeit mit anderen Künstlern.
Die Weimarer Mal- und Zeichenschule hält an den ursprünglichen Zielen fest, und lädt alle Kunstbegeisterten zu gemeinsamen, schöpferischen Tun ein.

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Seifengasse 16
99423 Weimar

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