Weimar-Lese

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Weihnachten

Ein Fest der Familie und des Friedens

Florian Russi, Herbert Kihm (Hg.)

Alle Jahre wieder feiern wir das Weihnachtsfest im Kreise unserer Familie und lassen althergebrachte Traditionen in familiärer Atmosphäre aufleben. Doch wo hat das Fest seinen Ursprung, warum feiern wir Weihnachten und woher stammt der Christbaum?

Das liebevoll gestaltete Heftchen gibt Auskunft hierüber und enthält zudem eine kleine Sammlung der bekanntesten Weihnachtslieder. Des Weiteren Rezepte laden zum Kochen und Backen ein.

Weimarer Vogelschießen

Weimarer Vogelschießen

Carolin Eberhardt

Nicht nur in Rudolstadt war das Vogelschießen zu früheren Zeiten ein begehrtes und gern besuchtes Volksfest. Deutschlandweit, auch in Weimar, wurde die Tradition unter der Bezeichnung „Vogel- und Scheibenschießen“ gelebt. Im Jahr 1857 fand es vom 3. Bis zum 14 September statt, wie die Leipziger Zeitung vom 1. August 1857 verlautbaren ließ. Da in den Zeitraum des Volksfestes in genanntem Jahr die Einweihung des Goethe-, Schiller,- und Wielanddenkmals sowie die Grundsteinlegung des Carl-August-Denkmals anfiel, rechnete die Büchsen-Schützen-Compagnie in ihrer Annonce mit dem größten Volksfest aller Zeiten, würden doch wohl zu den Einweihungen der Denkmäler „sehr viele Theilnehmer (…) aus ganz Deutschland, ja selbst aus fremden Ländern nach Weimar gezogen werden“.  Es ergeht aus der Werbung des Weiteren eine Empfehlung an die Betreiber der Kunstvorstellungen und Schaubuden, sich auf einen erhöhten Publikumsverkehr einzustellen.

Bereits 1805 wurde die Eröffnung des durch den Berliner Baumeister Heinrich Gentz entworfenen Gesellschaftshauses der Büchsenschützengesellschaft mit einem Vogelschießen eingeweiht. Dabei wurde, nicht wie in den Jahren zuvor noch, auf einen befestigten Holzvogel geschossen, sondern die Vogelscheibe als Ziel eingeführt. Der Schützenkönig wurde der Teilnehmer, dessen Schuss den Zirkelstich der Zielscheibe traf.

Das erste Volksfest dieser Art fand 1733 auf dem damals noch großen Platz vor dem Frauentor statt.

Das Brauchtum des Vogelschießens, oder auch Schützenfestes, in Weimar wurde bis 1939 als großes Volksfest begangen. Mit Verbot der Vereine und der Ablieferungspflicht der Waffen aller Art nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Ende der Büchsenschützengesellschaft und somit des Weimarer Vogelschießens besiegelt.

 

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Textquellen:

Leipziger Zeitung: Amtsblatt des Königlichen Landgerichts und des Königlichen Amtsgerichts Leipzig sowie der Königlichen Amtshauptmannschaft Leipzig 1857/58.

Günther, Gitta; Steiner, Walter; Huschke, Wolfram: Weimar – Lexikon der Stadtgeschichte, Weimar: Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, 1988, S.67.

Helmrich, Karl: Geschichte des Grossherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach für Schule und Haus, Albrecht’sche priv. Hof-Buchdruckerei, 1852, S.110.

 

Bildquelle:

Vorschaubild: Weimar, Schießhaus von Süden, 2021, Urheber: Carl Ha via Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0.

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