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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Wie süß das Mondlicht auf dem Hügel schläft

Wie süß das Mondlicht auf dem Hügel schläft

William Shakespeare

Das Gedicht stammt aus dem englischsprachigen Raum und wurde von William Shakespeare erdacht. Übersetzt wurde dieses Gedicht durch den Theologen Johann Gottfried Herder (1744-1803). Zu Zeiten der Carl-August-Ära hat Herder das Volksliedgut in seinem Werk Stimmen der Völker in Liedern analysiert, zum Teil übersetzt und für die Nachwelt gesammelt. Seine Definition von Volkslied weicht dabei stark von der heutigen ab. Seine Volkslieder beziehen sich viel mehr auf Gedichte, Verse und Sonette aus dem gesamten europäischen Raum. Die Publikation ist ein schätzenswerter Kulturschatz und ein Erbe der internationalen Musik und Dichtung.

Carolin Eberhardt

Wie süß das Mondlicht auf dem Hügel schläft:

Hier woll’n wir sitzen und den süßen Schall

Zum Ohre lassen schlüpfen. Sanfte Stille

Und Nacht wird Taste süßer Harmonie.

Sitz, Jessika, sieh, wie die Himmelsflur

Ist eingelegt mit Stücken reichen Goldes!

Da ist kein kleiner Kreis, den du da siehst,

der nicht in seinem Lauf wie’n Engel singt,

Stimmt ein ins Chor der jungen Cherubim.

Die Harmonie ist in den ew’gen Tönen;

Nur wir, so lang dies Nothleid Sterblichkeit

Uns grob einhüllet, können sie nicht hören.


*****
Bildquellen:

Vorschaubild: Caspar David Friedrich - Zwei Männer in Betrachtung des Mondes (Metropolitan Museum of Art), ca. 1825-1830 via Wikimedia Commons Gemeinfrei; Rahmen mit Engel, 2019 via pixabay CCO; neu bearbeitet von Carolin Eberhardt.

Foto: Shakespeare Denkmal in Weimar: Rita Dadder.


Textquelle:

Herder, Johann Gottfried: Stimmer der Völker in Liedern, 1775-1807, S.77f.

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