Weimar-Lese

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London kommt!

Pückler und Fontane in England

Klaus-Werner Haupt

Hardcover, 140 Seiten, 2019

Im Herbst 1826 reist Hermann Fürst von Pückler-Muskau erneut auf die Britischen Inseln, denn er ist auf der Suche nach einer vermögenden Braut. Aus der Glücksjagd wird eine Parkjagd, in deren Folge die Landschaftsgärten von Muskau und Branitz entstehen. Auch die Bewunderung für die feine englische Gesellschaft wird den Fürsten zeitlebens begleiten.

Theodor Fontane kommt zunächst als Tourist nach London, 1852 als freischaffender Feuilletonist, 1855 im Auftrag der preußischen Regierung. Seine journalistische Tätigkeit ist weitgehend unbekannt, doch sie bietet ein weites Feld für seine späteren Romane.

Die vorliegende Studie verbindet auf kurzweilige Art Biografisches mit Zeitgeschehen. Die Erlebnisse der beiden Protagonisten sind von überraschender Aktualität.

Liszt Haus

Liszt Haus

Rita Dadder

Das Liszt-Haus am Park an der Ilm in Weimar
Das Liszt-Haus am Park an der Ilm in Weimar

Ab 1869 verlegte Franz Liszt (1811-1886) zum zweiten Mal einen seiner Lebensschwerpunkte nach Weimar. Angeworben hatte ihn vor allem der damalige Großherzog Karl-Alexander, der Weimar nach der klassischen Periode der Literatur zu einem Zentrum der Musik machen wollte. Liszt war zu dieser Zeit einer der einflussreichsten Musikinterpreten, -lehrer und Komponisten überhaupt. Ihn in Weimar zu wissen, wurde vom großherzoglichen Hof als hohe Ehre angesehen.

Liszts Leben war so bunt und vielfältig wie sein umfangreiches musikalisches Schaffen. Bis ins hohe Alter wurde der Mann mit den schlohweißen Haaren, die ihm bis auf die Schultern fielen, von vielen Musikbegeisterten, von seinen Schülern und auch von jungen Damen hoch verehrt und umschwärmt (vgl. die Anekdote "Ein kleiner lis(z)tiger Gedanke").

Im 1. Stock des Hauses bewohnte Franz Liszt drei Zimmer
Im 1. Stock des Hauses bewohnte Franz Liszt drei Zimmer

Auf Vermittlung des Großherzogs wurde ihm als Wohnsitz die erste Etage der am Rande des Parks an der Ilm gelegenen Hofgärtnerei zugedacht. Dort bewohnte Liszt drei Zimmer und führte ein streng durchorganisiertes Leben. Jeden Morgen um 4 Uhr stand er auf, selbst dann, wenn er am Abend zuvor gefeiert hatte. Anschließend ging er zur Kirche, um 5 Uhr trank er Kaffee und aß dazu trockene Brötchen. Anschließend erledigte er seine umfangreiche Post und andere Arbeiten. Mittags legte er sich zur Ruhe.

An drei Tagen in der Woche gab er von 4 bis 6 Uhr in seiner Wohnung Musikunterricht. Im Vorgarten oder Flur seines Hauses warteten dann schon seine Schüler auf ihn, dankbar, wenn er den Kopf aus dem Fenster streckte, um nach ihnen zu sehen oder sein Diener die Tür zur Wohnung öffnete. Liszt förderte junge Talente, konnte umgekehrt aber auch schroff und zynisch werden, wenn sich ihm Leute präsentierten, die er für untalentiert hielt (vgl. Liszt-Anekdoten in der Deutschland-Lese).

Liszts Wohnung befindet sich heute im Besitz der Stiftung Weimarer Klassik. Sie ist so restauriert, wie Liszt sie verlassen hat, als er nach Bayreuth zu seiner Tochter Cosima, die mit dem 1883 verstorbenen Komponisten Richard Wagner, verheiratet gewesen war, zu seiner letzten Reise aufgebrochen war. Die Wohnung kann vom Publikum besichtigt werden.
Mancher Besucher mag sich in diesem Ambiente in einen Schüler Liszts hineindenken und -versetzen...

Der 200. Geburtstag von Franz Liszt wurde in Weimar das ganze Jahr über mit zahlreichen Aktionen gefeiert. Unter anderem wurden an zahlreichen Stellen in der Stadt überdimensionale Liszt-Notenblätter an langen Spanndrähten aufgehängt, so auch vom Liszt-Haus aus quer über den angrenzenden Park an der Ilm, wo sich auch eine Statue des berühmten Musikers berfindet. Das nebenstehende Foto soll ein kleinen Eindruck davon vermitteln.

Portrait Franz Liszts in seinem Arbeitszimmer in Weimar, um 1884​ im Besitz des Bertuch Verlag Weimar
Portrait Franz Liszts in seinem Arbeitszimmer in Weimar, um 1884​ im Besitz des Bertuch Verlag Weimar

Adresse: Marienstraße 17, 99423 Weimar

Telefon: 03643/545400

Öffnungszeiten:

Mi - Mo (Di geschlossen) 10:00 Uhr - 18:00 Uhr

Vom 2. November bis 20. März ist das Museum geschlossen.

 

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Literatur:
Gitta Maria Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Verlag Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998.

Fotos: Rita Dadder

 

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