Weimar-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Weimar-Lese
Unser Leseangebot

Krabat

Florian Russi | Andreas Werner

Krabat ist die bekannteste Sagenfigur aus der Oberlausitz. Das Müllerhandwerk und das Zaubern hatte er vom "schwarzen Müller" erlernt, von dem man gemunkelte, dass er mit dem Teufel im Pakt stand. Irgendwann musste es zum Machtkampf zwischen Meisetr und Schüler kommen.

Die Hauptwirkungsstätte Krabats war die Mühle in Schwarzkollm, einem Dorf, das heute zu Hoyerswerda gehört. Die Mühle besteht noch und hat nach umfänglicher Restaurierung nichts von ihrer Romantik und Magie verloren. Seit 2012 finden hier die Krabat-Festspiele statt.

Kasseturm

Kasseturm

Florian Russi

Kasseturm
Kasseturm
Der Kasseturm, am heutigen Goetheplatz gelegen, ist ein Überbleibsel der ehemaligen Stadtbefestigung von Weimar. Der ursprüngliche Turm wurde im 15. Jahrhundert errichtet, seine heutige Form erhielt er mehr als 350 Jahre später.

Der Name rührt daher, dass in seinen Mauern viele Jahre eine fürstliche Finanzbehörde („Landschaftskasse") untergebracht war. Seit 1962 wird das Gebäude als Studentenclub genutzt, nach der Wende (1989) gelegentlich auch für Veranstaltungen weiterer gesellschaftlicher Gruppen in Weimar.

Der Kasseturm fand auch Aufnahme in die internationale Literatur. In seinem Roman „Absolute Freunde" beschreibt der englische Bestsellerautor John le Carré („Der Spion der aus der Kälte kam" u. a.) Impressionen aus Weimar vor der Wende:

„Und keiner benimmt sich schlecht, sondern jeder ist rein wie Gold. Sie lassen sich vor der Shakespeare-Statue fotografieren. Sie tauschen sich über das Theater aus mit Russen, Vietnamesen, Palästinensern und Kubanern. Sie spielen Schach und trinken auf die Brüderlichkeit aller Menschen in der Welt in einem Studentenclub in einem Turm der ehemaligen Stadtmauer."

Zu dem heute in Weimar lebenden Autor Christoph Werner („Buckingham Palace" u. a.) machte John le Carré über das Ende der Sowjetunion und der DDR folgende Bemerkung und gebrauchte dabei ein eindrucksvolles Bild: „Als ich 1988 in Moskau war, sah ich sofort, dass der Ritter in seiner Rüstung starb: Jeder konnte das sehen, außer natürlich die CIA."

----------

Fotos: Florian Russi

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Schillers Wohnhaus
von Andreas Michael Werner
MEHR
Eckermannhaus
von Klaus Gallas
MEHR
Franziskanerkloster
von Andreas Michael Werner
MEHR
Altes Funkhaus Weimar
von Andreas Michael Werner
MEHR

Kasseturm


99423 Weimar

Detailansicht / Route planen

Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen