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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Das E-Werk Weimar

Das E-Werk Weimar

Carolin Eberhardt

E-Werk, das ist die liebevolle Abkürzung der Weimarer Bürger für das ehemalige Elektrizitätswerk der Stadt. Der einzigartige Backsteinbau sowie der Kühlturm sind schon von weitem sichtbar, insbesondere fallen sie demjenigen ins Auge, der in und aus Richtung Jena unterwegs ist. Der Standort befindet sich am Kirschberg unterhalb der Friedensbrücke, diagonal gegenüber des Atriums. Das Werk wurde 1897 errichtet und lieferte bereits ein Jahr später den Strom für die Weimarer Stadtbevölkerung. Da das Straßenbahnnetz in Weimar in etwa zur gleichen Zeit ausgebaut wurde, fertig gestellt war es 1899, war die öffentliche Personenbeförderung eng mit dem Elektrizitätswerk verbunden, wurde sie doch auch von diesem mit Strom beliefert. Für die Einrichtung und erste Leitung des Werks war die Firma Siemens & Halske zuständig, bis es 1920, ebenso wie das Gaswerk, von der Stadt Weimar übernommen wurde. Über insgesamt drei Kraftgasgeneratoren bzw. Einzylindergasmotoren mit einer Leistung von 60 bis 110 PS verfügte die Anlage in ihren ersten Tagen, von denen jeder über Unterwindgebläse, Lufterhitzer und Gasometer verfügte. Zwei der Motoren sicherten die Beleuchtung der Stadt ab, einer war für die Bahnstromversorgung vorgesehen.

Heute ist aus der sehr kurzen Weimarer Straßenbahnperiode nur das alte Straßenbahndepot erhalten, welches als Programmkino, mit Namen „Lichthaus Kino“, genutzt wird. Unbeschreiblich, beeindruckend und lohnenswert ist ein Kinobesuch, befinden sich doch in den Vorführsälen statt gewöhnlichen Sitzen gemütliche Sofas unterschiedlicher Farbe und in verschiedenem Design. Einen Hinweis mehr gibt es allerdings doch noch auf die einst in der Innenstadt Weimars fahrenden Straßenbahnen: auf dem Gelände des E-Werks, neben dem Bahndepot, befindet sich der Waggon einer alten, ausgedienten Straßenbahn.

Tatsächlich waren die Heizkessel des Elektrizitätswerk noch bis 1996 in Betrieb, dann aber wurde das Werk endgültig zum Industriedenkmal gekürt. Doch erfreut es sich seither einer ganz anderen Nutzung. Als Kunst- und Kulturstätte wurde der Gebäudekomplex bereits in der Spielzeit 2000/2001 als Nebenspielstätte und Musiktheater des DNT genutzt. Insbesondere im ehemaligen Maschinen- und Kesselsaal finden verschiedene Veranstaltungen des Sommertheaters statt, aber auch vielfältige Konzerte werden hier angeboten. Auch Klassikerinszenierungen haben seit 2013/14 den Weg in die charmante Spielstätte gefunden, im Rahmen des Musiktheaters werden kammermusikalische Bearbeitungen des klassischen Opernrepertoires aufgeführt. Seit 2021 findet jährlich das Sommertheater des DNTs auf einer großen, zu diesem Zweck errichteten Open-Air-Bühne mit Zuschauertribüne statt.

 

Adresse

Am Kirschberg 4

99423 Weimar

 

*****

Textquelle: 

E-Werk Weimar: abgerufen von >https://www.nationaltheater-weimar.de/de/ueber-uns/spielorte/e-werk.php< am 09.09.2022.

Bilder: Carolin Eberhardt.

 

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