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Krabat

Florian Russi | Andreas Werner

Krabat ist die bekannteste Sagenfigur aus der Oberlausitz. Das Müllerhandwerk und das Zaubern hatte er vom "schwarzen Müller" erlernt, von dem man gemunkelte, dass er mit dem Teufel im Pakt stand. Irgendwann musste es zum Machtkampf zwischen Meisetr und Schüler kommen.

Die Hauptwirkungsstätte Krabats war die Mühle in Schwarzkollm, einem Dorf, das heute zu Hoyerswerda gehört. Die Mühle besteht noch und hat nach umfänglicher Restaurierung nichts von ihrer Romantik und Magie verloren. Seit 2012 finden hier die Krabat-Festspiele statt.

Herder Denkmal

Herder Denkmal

Rita Dadder

Auf dem Herderplatz in der Weimarer Altstadt steht vor der Stadtkirche St. Peter und Paul, die auch Herder-Kirche genannt wird, eine überlebensgroße Bronzestatue von Johann Gottfried Herder (1744-1803).

Herder gehört zu den vier herausragenden Klassikern, die das Bild Weimars bis heute geprägt haben. Das Denkmal wurde im Jahr 1850 an Herders 106. Geburtstag eingeweiht. Es zeigt ihn stehend in geistlichem Gewand. Die rechte Hand ist aufs Herz gelegt, in der linken hält er eine Schrift, die mit seinem Wahlspruch „Licht, Liebe, Leben" betitelt ist. Die Skulptur steht auf einem steinernen Sockel, an dem eine Bronzetafel angebracht ist, die die Worte enthält

Joh. Gottfr. v. Herder
Geb. Mohrungen 28. August 1744
Gest. Weimar 18. Dec. 1803

darunter die Widmung

Von Deutschen aller Lande.

Umrahmt wird das Denkmal von einem metallenen Gitter.

Das Herderdenkmal wurde 1848 von dem Münchner Bildhauer Ludwig Schaller entworfen und 1850 von dem renommierten Gießereimeister Ferdinand von Miller gegossen. Von Miller hat u. a. auch die Gussformen für die Statuen der Weimarer Goethe/Schiller- und Wieland-Denkmäler sowie die Bavaria in Münchner hergestellt.

Herder war - auf Empfehlung Goethes, dessen Mentor in Straßburger Studienzeiten er gewesen war - 1776 nach Weimar gekommen. Er wurde von Herzog Carl August zum Generalsuperintendenten des Herzogtums Sachsen-Weimar und später auch zum Pfarrer der Stadtkirche, Oberhofprediger sowie zum Oberkonsistorial- und Kirchenrat berufen. Damit war er der höchste Geistliche und führende Bildungsbeauftragte des Landes.

*****

Literatur:
- Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998.
- Friedrich Wilhelm Kantzenbach: Johann Gottfried Herder mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt TB, Reinbek 1970.

Fotos: Rita Dadder

 

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Herderplatz
99423 Weimar

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