Weimar-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Weimar-Lese
Unser Leseangebot

Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Ildefonso-Brunnen

Ildefonso-Brunnen

Rita Dadder

Griechische Helden in Weimar

Viele Touristen, die an der Mauer des „Roten Schlosses" in Weimar vorbeigehen, wundern sich über die dort befindlichen Brunnenfiguren, die zwei schöne junge Männer und eine kleine Frauengestalt im klassischen griechischen Stil zeigen. Die Jünglinge wirken wie ein Liebespaar aus der Antike. Umso mehr überrascht der Name des Arrangements: „Ildefonsobrunnen".

Die Figurengruppe ist einer Marmorskulptur nachgebildet, die im 17. Jahrhundert in dem Ort San Ildefonso in der Nähe von Madrid gefunden wurde.

Das Original befindet sich heute im Prado in Madrid. Es stammt aus dem 1. Jahrhundert nach Christus und wurde in Italien hergestellt. Vorbilder waren griechische Götter- und Heldenfiguren aus dem 5. und 4. Jahrhundert vor Christus, dem Höhepunkt der griechischen Klassik. Lessing deutete das Skulpturenpaar als „Schlaf und Tod". Der vor dem Paar befindliche Brunnen hat die Form eines römischen Sarkophags.

Das Denkmal wurde zunächst am Eingang zum Park an der Ilm aufgestellt, später von dem Architekten Coudray bearbeitet und dann an seinen heutigen Standort gebracht. Der Grund dafür, dass die Figuren in Weimar aufgestellt wurden, ist wohl allein ihre Schönheit. Goethe hatte eine Abbildung in einem Museum in Mannheim gesehen und sich eine Kopie anfertigen lassen. Eine weitere Kopie befindet sich im Weimarer Schloss.

 

*****

Literatur:
Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998.

Fotos: Rita Dadder
 

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Herderbrunnen
von Andreas Michael Werner
MEHR
Geleitbrunnen
von Rita Dadder
MEHR
Wielandbrunnen
von Rita Dadder
MEHR
Neptun-Brunnen
von Florian Russi
MEHR

Ildefonso-Brunnen

Platz der Demokratie 2
99423 Weimar

Detailansicht / Route planen

Anzeige:
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen