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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Ildefonso-Brunnen

Ildefonso-Brunnen

Rita Dadder

Griechische Helden in Weimar

Viele Touristen, die an der Mauer des „Roten Schlosses" in Weimar vorbeigehen, wundern sich über die dort befindlichen Brunnenfiguren, die zwei schöne junge Männer und eine kleine Frauengestalt im klassischen griechischen Stil zeigen. Die Jünglinge wirken wie ein Liebespaar aus der Antike. Umso mehr überrascht der Name des Arrangements: „Ildefonsobrunnen".

Die Figurengruppe ist einer Marmorskulptur nachgebildet, die im 17. Jahrhundert in dem Ort San Ildefonso in der Nähe von Madrid gefunden wurde.

Das Original befindet sich heute im Prado in Madrid. Es stammt aus dem 1. Jahrhundert nach Christus und wurde in Italien hergestellt. Vorbilder waren griechische Götter- und Heldenfiguren aus dem 5. und 4. Jahrhundert vor Christus, dem Höhepunkt der griechischen Klassik. Lessing deutete das Skulpturenpaar als „Schlaf und Tod". Der vor dem Paar befindliche Brunnen hat die Form eines römischen Sarkophags.

Das Denkmal wurde zunächst am Eingang zum Park an der Ilm aufgestellt, später von dem Architekten Coudray bearbeitet und dann an seinen heutigen Standort gebracht. Der Grund dafür, dass die Figuren in Weimar aufgestellt wurden, ist wohl allein ihre Schönheit. Goethe hatte eine Abbildung in einem Museum in Mannheim gesehen und sich eine Kopie anfertigen lassen. Eine weitere Kopie befindet sich im Weimarer Schloss.

 

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Literatur:
Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998.

Fotos: Rita Dadder
 

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Platz der Demokratie 2
99423 Weimar

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