Weimar-Lese

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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Paul Klee

Paul Klee

Florian Russi

Im Jahre 1920 kam der Maler und Kunstpädagoge Paul Klee als Meister für Form- und Farbgebung an das Weimarer Bauhaus. Er wirkte dort bis zu dessen Umzug im Jahr 1925 nach Dessau.

In die Weimarer Zeit fielen Ausstellungen seiner Werke in München, New York und Paris. Mit den beiden Bauhauskollegen Kandinsky und Feininger sowie dem russischen Expressionisten Jawlensky gründete er die Künstlergruppe „Blaue Vier", die u. a. Ausstellungen in Deutschland und den USA organisierte. Von Klees graphischen Werken befinden sich zahlreiche im Besitz der „Weimarer Kunstsammlungen".

Über Paul Klee schreibt Florian Russi¹:
„Als Maler, Kunsttheoretiker und Kunsterzieher trat der in Münchenbuchsee bei Bern (die Mutter war Schweizerin) geborene Paul Klee (1879 - 1940) hervor. Er stand mit vielen Künstlern seiner Zeit in Verbindung und gehörte der Künstlervereinigung ‚Blaue Reiter' an. Sehr früh schon entwickelte er eine eigene sehr kompositorische Malweise mit klaren Konturen und Farbnuancen.

Viele Jahre wirkte er am Bauhaus (Weimar und Dessau). Er veröffentlichte mehrere kunsttheoretische Schriften (‚Schöpferische Konfession', ‚Über die moderne Kunst' u. a.). Darin vertrat er, deutlicher als andere vor ihm, die These, dass Kunst nicht ein Mittel zur Abbildung der Wirklichkeit, sondern eine Art Schöpfungsakt sei (‚Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar').

1937 wurden bei der von den Nazis organisierten Ausstellung ‚Entartete Kunst' 17 seiner Werke gezeigt. Heute hängen seine Bilder in den führenden Museen der Welt."

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¹Florian Russi, "Worauf wir stolz sein können", Bertuch Verlag, 2. Auflage 2005
Foto: Paul Klee Fotografie von Alexander Eliasberg, 1911; Quelle: Wikipedia; Lizenz: gemeinfrei

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