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Aka Mortschiladse
Von alten Herzen und Schwertern
Roman

Voller wunderbarer Originalität erzählt Aka Mortschiladse eine dramatische Geschichte über Entführung, Liebe und Krieg im Georgien des 19. Jahrhunderts. Während Russland versucht, den Kaukasus zu unterwerfen, wird dem jungen georgischen Adeligen Baduna Pavneli vorgeworfen, einen russischen Offizier getötet zu haben. Vom Militär verfolgt und auf der Suche nach seinem geistig verwirrten Bruder, schlägt er sich durch die Wälder, Täler und Berge Georgiens. Wie ein klassischer tragischer Held riskiert er alles, ohne zu wissen, was ihn am Ende seiner Reise am Schwarzen Meer erwartet. Dort holen ihn die Vergangenheit und seine russischen Verfolger ein …
Diese Geschichte symbolisiert die tragische Vergangenheit Georgiens und erweckt damit eine alte Kultur wieder zum Leben, die längt vergessen schien.

Gasthaus „Scharfe Ecke“

Gasthaus „Scharfe Ecke“

Göran Seyfarth

Kartoffeln veredelt

Die „Kloß-Marie“
Die „Kloß-Marie“

Es gibt so viele Varianten wie Köche. Unmöglich also, ein einzig wahrhaftes Rezept für Thüringer Klöße zu nennen. In der Regel – so viel lässt sich dann doch sagen – bestehen sie aus zwei Drittel rohen und einem Drittel gekochten Kartoffeln. Die rohen Kartoffeln reibt man und presst die Flüssigkeit aus, die weichgekochten und noch heißen Kartoffeln zerdrückt man zu einem Brei. Dann werden beide Bestandteile zu einem Teig vermengt. Daraus formt man kugelförmige, möglichst glatte Gebilde, arbeitet dabei in die Mitte geröstete Weißbrotwürfel ein.

Die fertigen Klöße ziehen im leicht siedenden Salzwasser und sind gar, wenn sie an der Oberfläche schwimmen. Hier enden die Gemeinsamkeiten, Abwandlungen sind häufig. Im Norden bevorzugt man zum Beispiel festere Klöße, im Süden dagegen dürfen sie auch etwas weicher und flacher sein. Verantwortlich dafür ist der Stärkegehalt, den man durch Beimischung der abgesetzten Stärke aus dem von den geriebenen rohen Kartoffeln ausgepressten Wasser verändert. Klingt alles kompliziert – ist es auch. Sehr gut genießen kann man die Lieblingsbeilage der Thüringer zum Sonntagsbraten in der „Scharfen Ecke“ Weimar.

Dort werden die Klöße noch hausgemacht, das ist nicht selbstverständlich im Zeitalter der Fertig-Kloßmassen. Wenn die „Kloß-Marie“ auf der Straße steht, ist geöffnet und mit ein wenig Glück ist ein Tisch im kleinen, aber gemütlichen Gastraum frei. Die Küche ist traditionell und die Gerichte lassen sich individuell zusammenstellen.

*****

Textquelle:

Seyfarth, Gören: "Thüringen. Die 99 besonderen Seiten der Region" mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH Halle, 2016 ISBN: 978-3-95462-631-1

Bildquellen:

Fotos von Barbara Gerlach

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