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London kommt!

Pückler und Fontane in England

Klaus-Werner Haupt

Hardcover, 140 Seiten, 2019

Im Herbst 1826 reist Hermann Fürst von Pückler-Muskau erneut auf die Britischen Inseln, denn er ist auf der Suche nach einer vermögenden Braut. Aus der Glücksjagd wird eine Parkjagd, in deren Folge die Landschaftsgärten von Muskau und Branitz entstehen. Auch die Bewunderung für die feine englische Gesellschaft wird den Fürsten zeitlebens begleiten.

Theodor Fontane kommt zunächst als Tourist nach London, 1852 als freischaffender Feuilletonist, 1855 im Auftrag der preußischen Regierung. Seine journalistische Tätigkeit ist weitgehend unbekannt, doch sie bietet ein weites Feld für seine späteren Romane.

Die vorliegende Studie verbindet auf kurzweilige Art Biografisches mit Zeitgeschehen. Die Erlebnisse der beiden Protagonisten sind von überraschender Aktualität.

Stein des guten Glücks

Stein des guten Glücks

Andreas Michael Werner

Liebesbekenntnis an Charlotte von Stein

 Stein des Guten Glücks vom Gartenhaus
Stein des Guten Glücks vom Gartenhaus

Der Stein des guten Glücks ist ein Denkmal, das Johann Wolfgang von Goethe hat errichten lassen. Es befindet sich neben seinem Gartenhaus im Park an der Ilm. Das Denkmal besteht aus einem Kubus und einer ruhenden Kugel. Der solide Kubus verkörpert Stabilität und Beständigkeit und die Kugel auf ihm das Unbeständige. Das Werk gilt als eines der ersten nichtfigürlichen Denkmäler in Deutschland.

Im Jahr 1776 wurde das Obergeschoss des heutigen Hauses der Frau von Stein in der Ackerwand 27 zum Wohnhaus für den herzoglichen Oberstallmeister Ernst Josias Freiherr von Stein und seine Frau Charlotte (geb. Schardt) hergerichtet. Goethe lernte Charlotte am Samstag den 11. November des Jahres 1775 im Gartenpavillon ihres Geburtshauses kennen. Dies war der Ausgangspunkt für eine sehr enge Freundschaft und spätere Liebesbeziehung. Charlotte von Stein war fast 7 Jahre älter als Goethe und bereits in festen Händen. Dennoch hatten Sie ein sehr inniges Verhältnis zueinander. Am 25. Dezember 1776 schrieb Goethe in sein Tagebuch: „Zu Oesern. agathe tyche, Zu Frau von Stein."

Charlotte von Stein
Charlotte von Stein

Goethe wandte sich an seinen ehemaligen Leipziger Lehrer Adam Friedrich Oeser, um ihn an seinen Planungen zu beteiligen. Er widmete das Denkmal Agathe Tyche. Tyche ist die Göttin des Schicksals, der glücklichen Fügung und des Zufalls. Sie führt launenhaft den Wechsel der Geschichte herbei und kann auch als eine Art Ausruf bei einem Fehler verstanden werden. Goethe verband Tyche mit Charlotte von Stein.
Im Jahr 1777 ließ Goethe das Denkmal an der nördlichen Seite seines Gartenhauses und im Sichtfeld des neuen Wohnhauses von Charlotte errichten. Sein Gartenhaus befindet sich exakt 400 m Luftlinie von ihrem Wohnhaus entfernt. So war es, je nach Bewaldung des Parks und Blickwinkel, Charlotte möglich, den Stein des guten Glücks von ihrem Zimmer aus zu sehen.

Somit wird dieses Denkmal auch als Liebesbekenntnis an Charlotte von Stein bezeichnet. Die Liebe zu ihr ist in über 1700 Briefen dokumentiert. Ihre Liebesbeziehung war sowohl für Goethe als auch für Charlotte von Stein von enormer lebensgeschichtlicher Bedeutung.

Rundgang durch den Park:

Rundgang durch den Park:

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Vorschaubild: "Stein des guten Glücks" (1777) von Adam Friedrich Oeser, Goethes Gartenhaus in Weimar, Fewskulchor at de.wikipedia, (CC BY-SA 3.0 DE)  

Stein des Guten Glücks im Garten Goethes am Gartenhaus, Markus Robbe alias "Panthaleon" bei wikipedia, gemeinfrei

Charlotte von Stein: Karl Freiherr von Imhoff, gemeinfrei
 

 

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