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Die Lücke (Wiedereröffnung im April 2019)

Die Lücke (Wiedereröffnung im April 2019)

Rita Dadder

Nur für einen Sommer: baulich und kulinarisch gefüllte Lücke

Selbst gebaute Sitzplätze im Freien mit Blick auf die offene Küche
Selbst gebaute Sitzplätze im Freien mit Blick auf die offene Küche

Im Juni 2014 wurde in der Marienstraße in Weimar eine Lücke zwischen zwei großen Häusern gefüllt. Im Rahmen seiner Masterarbeit baute dort der Architekturstudent Hannes Schmidt mit Hilfe vieler Freunde ein Häuschen in dem er fast ausschließlich gebrauchte Materialien wiederverwertete. Bauholz und Fenster stammen vornehmlich von anderen abgerissenen Gebäuden. Im Innern des Häuschens errichtete er eine Gaststätte, die sich als erstes nachhaltiges Restaurant Weimars bezeichnet.

Der acht Meter lange Tisch inmitten des Restaurants wurde aus einem alten Holzzaun angefertigt. Für die Küche fand sich Wiederverwertbares auf dem Schrottplatz. An einem Baum, unmittelbar neben dem Häuschen hängt an einer Kette ein selbstgebautes Leuchtschild, auf dem der Name „Lücke" steht.

Die Lücke schließt ihre Pforten
Die Lücke schließt ihre Pforten

Das Restaurant wirbt mit einer offenen, erlebbaren und regionalen Küche. Sie begreift sich als ein Ort sinnlichen Genusses. In der offenen Gaststube können die Gäste dem Koch bei der Zubereitung der Speisen zuschauen.

Mit dem Ende der Sommerzeit wird allerdings auch diese kleine Idylle in der Marienstraße beendet sein. Dann wird die „Lücke" ihre Pforten schließen und auch das Gebäude verschwindet. Wände und Fenster, Tische und Stühle, Küchenmöbel und Geschirr, alles wird ordnungsgemäß und ökologisch korrekt entsorgt. Die Inneneinrichtung wird an die Gäste verkauft, was geliehen ist zurückgebracht und der Rest möglichst einer erneuten Wiederverwertung zugeführt.

Der kreative Initiator, Koch und Magister der Architektur Hannes Schmidt, der sein Studium mit der Note 1,0 abschloss, wird hier eine Lücke hinterlassen.

 

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Fotos: Rita Dadder

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