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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Vehse, Karl Eduard

Der am 18. Dezember 1802 in Freiberg (Sachsen) geborene Karl Eduard Vehse war Jurist und Historiker. Von 1825 - 1839 arbeitete er am Staatsarchiv in Dresden, wo er viele Einblicke in die geschichtlichen Vorgänge an den damaligen deutschen Fürstentümern nehmen konnte. Er verfasste unter anderem ein 48-bändiges Werk über die „Geschichte der deutschen Höfe seit der Reformation", darunter auch einen umfangreichen Bericht über den Weimarer Fürstenhof und insbesondere dessen „klassische" Periode.
Vehse schrieb leicht verständlich und reicherte seine Darstellungen auch mit „Hof- und Klatschgeschichten" an, für deren Wahrheitsgehalt bzw. Redlichkeit er sich ausdrücklich verbürgte. Vehse starb erblindet am 18. Juni 1870 in Striesen, einem heutigen Stadtteil von Dresden.

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