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Florian Russi
Papier gegen Kälte

Manfred Hoffmann, ehemals Klassenbester, ist ein angesehener Kinderarzt mit eigener Praxis und strebt nach dem Professorentitel. Stets bemüht, allen in ihn gesetzten Erwartungen zu entsprechen, steuert sein Leben in eine Sackgasse. Die jahrelange wissenschaftliche Arbeit erweist sich plötzlich als vergebens, sein Karriereaufstieg ist gefährdet, seine Ehe gescheitert, alle Erwartungen enttäuscht. Auf der Suche nach Genugtuung und nach Rechtfertigung begibt er sich auf Wege, die gefährlich weit in die Netze der organisierten Kriminalität ziehen.

Eine packende Mischung aus Entwicklungsroman und spannendem Thriller.

auch als E-Book erhältlich

Sächsischer Hof

Sächsischer Hof

Florian Russi

Bei Goethes Caterer

 

Dem Besucher von Herderkirche und -platz fällt unwillkürlich ein schmales Gebäude ins Auge, das sich dem Stil der Renaissancezeit zuordnen lässt und tatsächlich schon im Jahr 1429 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Heute führt es den Namen „Sächsischer Hof" und ist ein beliebtes Restaurant.

In früheren Zeiten diente es als Wohn- und Arbeitssitz hochkarätiger Herren, Familien und Persönlichkeiten. Als erste Eigentümer wurden Deutschordensritter genannt, deren Nachfolge dann die Grafen von Schwarzburg antraten, die das Haus nutzten, wenn sie dienstlich oder gesellschaftlich in Weimar zu tun hatten. Später bewohnte es der sachsen-weimarische herzogliche Kammerpräsident Karl Alexander von Kalb. Als dessen Gast lebte von November 1775 bis März 1776 Johann Wolfgang von Goethe in dem Haus. Der war auf Einladung des jungen Herzogs Carl August nach Weimar gekommen und nahm nach einigem Zögern dessen Angebot an, in seine Dienste zu treten.

Im Jahr 1810 erwarb der aus Metz stammende Franzose François le Goullon (1757-1839) das Anwesen. Er war Koch am herzoglichen Hof und wollte sich selbständig machen. Dem Haus gab er den Namen „Hotel de Saxe", der später in „Sächsischer Hof" geändert wurde. Le Goullon war ein hoch angesehener Gastwirt, der sich auch als Kochbuchautor einen Namen machte und im Jahr 1821 ein „Kochbuch für die vornehmen Herrschaften" herausbrachte. Es ist belegt, dass er auch Goethe mit Pasteten belieferte und dies mit „untertänigstem Dank" quittierte. Es gab also damals schon eine Art „Catering".

Im Sächsischen Hof wird vor allem thüringisch gekocht. Thüringer Kartoffelklöße, Rostbratwurst, Rostbrätl und Heldrunger Sauerbraten sind neben der kross gebratenen halben Ente die meist nachgefragten Gerichte. Nicht nur Touristen zieht es in den Sächsischen Hof. Bei meinem Besuch hörte ich nicht nur Wiener, bajuwarische und hessische, sondern auch thüringische Dialekte. Dabei ging es in einem Fall darum, den Hauptraum des „Sächsischen Hofs" für eine Familienfeier zu reservieren.

Adresse: Eisfeld 12  99423 Weimar

Telefon: 03643 401384

Öffnungszeiten: täglich 11.00 - 24.00 Uhr (Stand: 14.09.2012)

 

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Fotos: Florian Russi

Sächsischer Hof

Eisfeld 12
99423 Weimar

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