Weimar Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.weimar-lese.de
Weimar-Skizzen
Wunderschöne Ansichten der Klassikerstadt - gezeichnet von Gerhard Klein (3. Aufl. 2010, erschienen im Bertuch Verlag).
Gottfried Heinrich Krohne

Gottfried Heinrich Krohne

Christine Albach

Krohne ist vielleicht einer der bedeutendsten Baumeister Thüringens. Geboren wurde er am 26. März 1703 in Dresden. Von Herzog Wilhelm Ernst wurde er im Jahre 1726 zur Modernisierung des Schlossturms nach Weimar gerufen. Für dessen Nachfolger baute er Lust- und Jagdschlösser in Toistedt, Stützerbach und Hirschsprung. Von diesen Schlössern ist jedoch keines mehr erhalten. Ab 1726 war Krohne Hofbaumeister des Herzogs von Weimar-Sachsen, ab 1743 des Herzoges von Sachsen-Gotha und der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt. Zudem arbeitete er auch noch für Fürsten in Mainz und Bamberg und war Architekt einiger Bauten in Nordfranken.

1741 wurde Krohne schließlich zum Landesbaumeister von Thüringen ernannt. Während seiner Zeit als Landesbaumeister baute er einige der schönsten Barockbauten Thüringens, wie das Stadtschloss Eisenach, das Stadtschloss Ettersburg, das Schloss Belvedere in Weimar, die Orangerie in Gotha, das Schloss Molsdorf und den Turm auf Schloss Heidecksburg in Rudolstadt.

Nachdem im Jahr 1752 die Stadt Ilmenau von einem Brand zerstört wurde, war er leitend an den Planungen zum völligen Neuaufbau beteiligt. Die Arbeit an der Stadt Ilmenau gilt als sein Hauptwerk.

Neben der Stadtanlange baute er zudem die Stadtkirche St. Jakobus und  das Amtshaus.

Bereits im Jahre 1740 baute er das Schloss in Ilmenau, dieses wurde allerdings bei dem Großbrand von 1752 zerstört.

Krohne starb am 30. Mai 1756 in Weimar. Sein Grab befindet sich auf dem Jakobsfriedhof, wo genau ist allerdings nichts bekannt. Seine Frau und sieben Kinder lebten bis zu ihrem Tod im Jahr 1793 in einem Wohnhaus in Weimar. An diesem Haus wurde eine Gedenktafel für Krohne angebracht. Heute befindet sich in diesem Haus eine Konditorei und Bäckerei. Zu seinen Ehren wurden weiterhin in den Städten Ilmenau und Klosterlangheim, wo er das Kloster Langheim baute, Straßen nach ihm benannt.

 

 

 

 

Bildquellen:

Bild eines Baumeisters, von Sigismund von Dobschütz, Wikipedia