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Christoph Wilhelm Hufeland

Christoph Wilhelm Hufeland

Florian Russi

Er war einer der bedeutendsten Ärzte seiner Zeit und noch heute erinnert die Weimarer „Hufeland-Klinik" an den berühmten Hofmedicus. Der am 12. August 1762 im thüringischen Langensalza geborene Hufeland wirkte von 1783 bis 1801 in Weimar. Dort behandelte er nicht nur die herzogliche Familie, sondern auch Goethe, Schiller, Wieland, Herder und andere Bewohner der Stadt. Von 1793 bis 1801 war er zugleich Honorarprofessor an der Universität Jena. Für Goethe war er ein wichtiger Gesprächspartner, vor allem nachdem dieser, der sich nicht nur als Dichter sondern auch als Naturforscher  verstand, den menschlichen Zwischenkieferknochen entdeckt hatte.

Hufeland verfasste mehr als 400 wissenschaftliche Publikationen. Über Deutschland hinaus gelangte er zur Berühmtheit, nachdem er 1797 sein Hauptwerk „Die Kunst, das menschliche Leben zu verlängern" veröffentlicht hatte, das in alle Kultursprachen übersetzt wurde. Er gilt damit auch als Mitbegründer der Makrobiotik. (Lehre von der „großen", d. h. gekonnten, erfolgreichen und gesundheitsbewussten Lebensführung). Hauptgegenstand seiner wissenschaftlichen Vorträge und Veröffentlichungen bildeten seine Erfahrungen mit therapeutischen Methoden, die erfolgreiche Anwendung von medizinischen Bädern sowie die gesunde Lebensgestaltung.

Im Jahr 1792 eröffnete er in Weimar das erste Leichenschauhaus in Deutschland. Um die Jahrhundertwende zog sich die Weimarer Gesellschaft zunehmend von Hufeland zurück. Aus nicht aufgeklärten Gründen wandte sie ihr Vertrauen anderen medizinischen Kapazitäten zu. Da erreichte ihn 1801 der Ruf, als Leibarzt der königlichen Familie an den Berliner Hof zu kommen. In Berlin wirkte er dann noch viele Jahre in wichtigen Positionen. Dort starb er auch, hoch geehrt, am 25. August 1836.

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Bild aus www.wikipedia.de, bearbeitet von Rita Dadder