Weimar-Lese

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Kennst du Gotthold Ephraim Lessing?
vorgestellt von Jürgen Krätzer

Jürgen Krätzer eröffnet uns eine neue Sicht auf den Autor. Lessing entpuppt sich als schulverdrossener Aufrührer, als Student in „schlechter Gesellschaft" und als leidenschaftlicher Glücksspieler, der sich von Job zu Job hangelt. Bewusst stellte er sich gegen die damaligen Erwartungen und prangerte die Scheuklappen der Gesellschaft an. Krätzer zeigt dies anhand unkonventioneller Fabeln und Gedichte, seiner Kritiken und Briefe. Zugleich setzt er sich mit Lessings neuartiger Theatertheorie und den aufklärerischen Werten in seinen Dramen auseinander. Dabei gelingt es ihm aufzuzeigen, wie relevant und modern deren Themen noch heute sind.

Residenz Café

Residenz Café

Florian Russi

Weimars ältestes und bekanntestes Café ist das Residenz Café, von seinen Gästen kurz „Resi" genannt. Es ist ein beliebter Treffpunkt für Studenten und Professoren, Künstler, Journalisten, Politiker und Touristen. Das Café wurde im Jahr 1839 vom Weimarer Hofkonditor Ißleib gegründet und von wechselnden Besitzern bis heute weitergeführt.

Was die Gäste herbeilockt, ist neben der noblen Tradition des Hauses dessen hervorragende Kuchentheke und ein Angebot von Speisen und Getränken, das wenige Wünsche offenlässt. Die Speisekarte weist allein 18 Frühstücksvariationen und acht Teesorten aus. Beim Bier, frisch vom Fass gezapft, kann man zwischen Weimarer, Bitburger, Köstritzer, Budweiser (Tschechien), Kilkenny und Guiness (Irland) wählen. Unter den Gerichten fehlen auch nicht die typisch thüringischen, wie Rostbratwurst, Rostbrätl oder Heldrunger Sauerbraten.

Diese kulinarische Vielfalt fügt sich in ein Ambiente, das an Wiener Kaffeehäuser erinnert. Dazu passt auch der Ständer mit den regionalen und überregionalen Zeitungen, die auf Wunsch dem Gast auch an den Tisch gebracht werden. Da bei einem so prominenten Weimarer Lokal der Bezug zu Goethe nicht fehlen darf, kann das Resi auch hier mit einer Besonderheit aufwarten. Für Besprechungen, Buchvorstellungen oder Feiern in kleinen Gruppen stellt es sein „Goethezimmer" zu Verfügung. Dieser einfach gehaltene und doch schmucke Raum war tatsächlich einmal das Wohnzimmer Goethes. Als dieser 27-jährig im Jahr 1776 nach Weimar kam, wohnte er zunächst für eine Jahr im Nachbarhaus des heutigen Residenzcafés zur Miete, und so war es nur erforderlich, die Trennwand zwischen den Häusern zu durchbrechen und eine Tür einzubauen, durch die man in Goethes ehemalige gute Stube gelangt.
Residenz-Café EingangGoethe-Stube im Residenz-CaféResidenz-Café InterieurEingang mit Café-Terrasse

Adresse: Grüner Markt 4, 99423 Weimar

Telefon: 03643 - 59408

Öffnungszeiten: täglich 8.00 - 1.00 Uhr

Frühstück: Mo - Fr - 8.00 - 11.30 | Sa, So und Feiertag - 9.00 - 14.00 Uhr  (Stand: 14.09.2012)

 

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Fotos: Florian Russi

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