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Heft 2

B-Z! Das ist nett! (Teil 1)

In diesem Arbeitsheft werden alle Konsonanten eingeführt, die sich beim Sprechen gut dehnen lassen. Dazu kommen noch einige Vokale (Zwie- und Umlaute).

Carmen Fronek

Sie ist eine talentierte Unternehmerin und in Finanzfragen macht ihr so schnell niemand etwas vor. Die gebürtige Erfurterin Carmen Fronek war schon als Schülerin an Zahlen und an wirtschaftlicher Effizienz interessiert. Sie arbeitete nebenbei in der Landwirtschaft und verdiente so viel Taschengeld, dass sie als 13-jährige über „Jugendtourist" eine Reise nach St. Petersburg buchen konnte, um dort eine Brieffreundin zu besuchen.

Carmen Fronek
Carmen Fronek

Erst spät erfuhren ihre Eltern von diesem Vorhaben. Ihre besorgte Mutter eilte zum Bahnhof und versuchte sie zu überreden, den Zug wieder zu verlassen. Aber Carmen ließ sich nicht von ihrem Entschluss abbringen.

Auch die zentralen Verwaltungsplaner in der ehemaligen DDR hatten bei ihr keinen Erfolg. Als dringend Lehrer gebraucht wurden, wollte man sie in der Schule auf diesen Berufsweg verpflichten. Doch sie lehnte ab und verzichtete lieber aufs Abitur.

Ihr Berufsleben in der DDR gestaltete sie sehr rationell. Sie erlernte den Beruf der Kauffrau. Über Zeitungsanzeigen bewarb sie sich immer dort, wo sie für sich und ihre Familie eine Verbesserung der Lebensqualität erwarten konnte. So arbeitete sie in einer Wohnungsverwaltung, in der Lebensmittelbranche und in der Bauwirtschaft.

Carmen Fronek im Büro
Carmen Fronek im Büro

Nach der Wende holte Carmen Fronek ihr Abitur nach, übernahm ein Handelsgeschäft, studierte Wirtschaftswissenschaften und belegte eine Reihe von Fortbildungskursen unter anderen an der IHK und Controllerakademie (CA) Feldafing. 1996 kam sie zu den Trägerwerken Soziale Dienste, wo sie zunächst für die Bonität der Buchhaltung verantwortlich war. Später wurde sie Controllerin und Chefin des Finanzwesens. Für alle Verbundunternehmen richtete Sie das Risikomanagement und Controlling ein. Weiterhin baute sie erfolgreich die Handelshaus Central GmbH auf, in der sie die Geschäftsführung übernahm. Die Konzeption zur Umwandlung der bisher hauptsächlich in Vereinsstrukturen arbeitenden Trägerwerke zu einer gemeinnützig tätigen Aktiengesellschaft mit selbständigen Landesgesellschaften als Töchtern wurde von ihr entwickelt. Auch zu Unternehmenssanierungen und im Interimmanagement konnte sie immer wieder erfolgreich eingesetzt werden.

Inzwischen hat der Aufsichtrat der AG sie zum für das gesamte Finanzwesen zuständigen Vorstand und zur stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden berufen.

Carmen Fronek hat einen Sohn; sie ist sportlich und gesellschaftlich engagiert und viele Menschen suchen ihren Rat.

Fragebogen: Carmen Fronek

Weimar:

Frage:  Wann waren Sie das erste Mal in Weimar?
Antwort: Seit frühester Kindheit lebe ich in Weimar bzw. in der Nähe dieser Stadt.
Frage:  Haben Sie einen Lieblingsplatz in Weimar? (Lieblingsgebäude, Lieblingscafé oder Ähnliches)
Antwort: Der Goethepark, das Cafe am Frauentor, „Alt Weimar" - je nachdem was mich gerade antreibt.
Frage:  Wer ist für Sie die bedeutendste Person in Weimar? (der Vergangenheit und/oder der Gegenwart)
Antwort: Herzogin Anna Amalia
Frage:  Welche Projekte o. ä . haben Sie in Weimar durchgeführt?
Antwort: Den Aufbau der Finanzverwaltung, des Controlling und des Risikomanagements für die Gruppe der Trägerwerke Soziale Dienste.

Persönliches:

Frage:  Wo ist Ihre Heimat? Was verbinden Sie mit ihrer Heimat?
Antwort: In Thüringen, wo ich mich wohl fühle und interessante Aufgaben habe.
Frage:  Was ist für Sie das größte Glück?
Antwort: Gesundheit, Erfolg in der Arbeit und die Entwicklung meines Sohnes.
Frage:   Welche Ziele haben Sie bisher erreicht?
Antwort: Obwohl mir in der DDR der Weg zum Abitur versperrt wurde, konnte ich Ausbildungen und Prüfungen nachholen und interessante berufliche Aufgaben übernehmen.
Frage:   Welche Ziele haben Sie für die Zukunft?
Antwort: Alle von mir betreuten Unternehmen zu positiven Ergebnissen zu führen und mich in meiner Freizeit mit anderen Ländern und deren Geschichte zu befassen.
Frage:  Haben Sie schon einmal etwas bereut?
Antwort: Das bringt das Leben mit sich.
Frage:  Was war für Sie ihr größter Erfolg?
Antwort: Die Umstrukturierung der bis dahin lose zusammenarbeitenden Trägerwerke zu einer geschlossenen Gruppe unter dem Dach einer Führungsholding.
Frage:  Welches Land, das Sie bisher besucht haben, war für Sie das Beeindruckendste (und warum)?
Antwort: Malta, wegen seiner Lage und seiner Geschichte
Frage:  Welches Land möchten Sie unbedingt noch besuchen (und warum)?
Antwort: Irland, Portugal, und wenn ich auf den Globus schaue, drängen sich weitere Wünsche auf.
Frage:  Welche drei Bücher würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
Antwort: Lebensläufe und Memoiren von interessanten Persönlichkeiten
Frage:  Beabsichtigen Sie, selbst noch ein Buch zu schreiben?
Antwort: Für spätere Jahre hab ich mir dies vorgenommen.

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Fotos: Florian Russi